Torschützenkönig Munas Dabbur erzielte in dieser Saison 20 Tore. 

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Sport | Fußball
05/26/2019

Ein Salzburger Schützenfest bei der Abschiedsfeier

Der Meister beendet die Saison mit einem 7:0-Heimsieg gegen den SKN St. Pölten.

Es ist die wohl eindrucksvollste Erfolgsstatistik unter den vielen eindrucksvollen Erfolgsstatistiken, die Salzburg in der zweijährigen Dienstzeit von Marco Rose aufgestellt hat: Kein einziges der 52 Heimspiele ging unter dem Coach verloren.

Auch der SKN St. Pölten konnte gestern die Heimserie der Salzburger, die überhaupt seit November 2016 in der Red-Bull-Arena ungeschlagen sind, nicht beenden. Im Gegenteil: Die Niederösterreicher waren nicht einmal ein Sparringpartner bei der Meisterfeier.

7:0 endete das letzte Heimspiel der Ära Rose. Der Deutsche wird ja neuer Trainer bei Gladbach. Er schenkte in seinem letzten Spiel all jenen Spielern das Vertrauen, die wie er im Sommer sicher gehen werden: Munas Dabbur (wechselt zu FC Sevilla) stand genauso in der Startelf wie Hannes Wolf (zu RB Leipzig), Fredrik Gulbrandsen und Christoph Leitgeb, deren Zukunft noch offen ist.

Und diese bedankten sich auf ihre Art bei ihrem Trainer. Torschützenkönig Dabbur steuerte zwei Treffer zum höchsten Bundesliga-Sieg unter Rose bei (nur im Cup gab es gegen Austria Klagenfurt und in Deutschlandsberg ebenfalls 7:0-Siege). Auch Wolf traf doppelt, Gulbrandsen verabschiedete sich mit einem Treffer. Und Leitgeb, der nach zwölf Jahren im Red-Bull-Dress geht, zeigte, dass er mit 34 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört. Als der Steirer in der 65. Minute das Feld verließ, flossen bei ihm Tränen.

Salzburger Titelfeier:

Diesmal war es eine besonders emotionale Meisterparty des Serienmeisters. 

Viele Gesichter, die hier drauf zu sehen sind, werden wir künftig nicht im Salzburger Trikot sehen dürfen. 

Auch für Erfolgstrainer Marco Rose ist die Abschiedsvorstellung mit dem höchsten Bundesliga-Sieg in seiner Ära sehr emotional gewesen. "Ich habe vor dem Spiel in der Kabine bei meiner letzten Ansprache mächtig schlucken müssen", sagte der Deutsche.

"Ich muss sagen, ich bin voller Dankbarkeit für diese sechs herausragenden Jahre mit allen Höhen und Tiefen", sagte der zum Mönchengladbach wechselnde Rose im Sky-Interview.

Munas Dabbur, der als bester Spieler geehrt wurde, bestritt auch sein letztes Spiel für die Salzburger, so einen...

... Spieler wird die Bundesliga vermissen. 

"Es ist jedes Jahr ein Erlebnis, am Saisonende ein Bier in der Hand und den Teller wieder nach Hause geholt zu haben. Heute war es echt emotional, die tolle Stimmung hat ihr Übriges beigetragen", sagte Xaver Schlager. 

Anschließend an die Ehrungen im Stadion wurden Spieler und Betreuer mit einem Cabrio-Autokorso zum Schloss Kleßheim gebracht. 

Dort ging mit den Fans schon zum dritten Mal die Meister-Feierlichkeiten untermalt von Musik und einem Feuerwerk über die Bühne.

Es war das Highlight eines emotionellen Nachmittags in der ausverkauften Red-Bull-Arena. 16.150 Salzburg-Fans feierten den sechsten Meistertitel in Serie mit einer Mannschaft, die auch in ihrem letzten gemeinsamen Spiel zeigte, dass sie das beste Team Österreichs ist.

Für St. Pölten ist Montag der wichtigere Tag: Vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS wird der Einspruch gegen die FIFA-Transfersperre verhandelt. Ob der erfolglose Trainer Ranko Popovic weitermachen darf, wird sich auch erst zeigen.