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Sport Fußball
09/13/2020

Last-Minute-Sieg von Aufsteiger Ried, Sturm enttäuscht gegen SKN

Ein Abseitstor bescherte den Innviertlern den 3:2-Erfolg gegen WSG Tirol. St.Pölten und Sturm Graz trennten sich 0:0.

von Christoph Geiler, Alexander Huber

Die Nachmittagsspiele am Sonntag brachten einen späten Erfolg für Aufsteiger Ried und ein enttäuschendes Trainerdebüt von Christian Ilzer auf der Bank von Sturm Graz.

Schauplatz St.Pölten

Groß war der Optimismus in Graz nachdem Trainer, System und einige Spieler gewechselt worden waren. Zumindest der Auftakt in St. Pölten deutet aber auf eine weitere mühsame Saison für Sturm hin. 

Mühsam fanden einige SKN-Fans auch den Weg ins Stadion. Die Registrierung in der neuen SKN-Trace-App soll für größtmögliche Sicherheit in Sachen Corona sorgen. Wer kein Smartphone hat oder die App verweigert, musste seine Daten schriftlich hinterlassen. Am Ende wollten 1.357 in die NV-Arena (2.500 wären zugelassen gewesen).

Die neuformierte Sturm-Mannschaft lieferte eine enttäuschende erste Hälfte ab. Auf einen Schuss von Friesenbichler nach einer Minute folgte wenig bis gar nichts mehr, die Mittelfeld-Raute im 4-4-2 von Trainer Christian Ilzer war kein Kraftfeld. Die St. Pöltner benötigten einige Zeit, um zu erkennen, dass die Grazer Viererkette auch mit vier neuen Teilen nicht wirklich sattelfest ist.

Nach 40 Minuten rettete Kiteishvili gerade noch gegen Schmidt. Nach einem Pass des neuen SKN-Mittelstürmers im 4-3-3-System war Davies durch. Goalie Siebenhandl und Wüthrich (auf der Linie) verhinderten die Führung der Gastgeber (44.). Die folgende Ecke verwertete Schulz beinahe per Kopf – Dante klärte auf der Linie.

Wieder eröffnete Friesenbichler  die Hälfte mit einer Chance – per Kopf daneben (48.). Und wieder spielte danach nur noch der SKN.

Gegen behäbige Gäste vergaben der neue, technisch starke Israeli Hugi (61.). Es blieb beim 0:0, weil Sturm-Goalie Siebenhandl auch noch gegen Schulz und Schmidt die Null festhielt.  „Es war ein sehr glücklicher Punkt“, bilanzierte Sturm-Kapitän Stefan Hierländer auf Sky.

Schauplatz Ried

Der Aufsteiger aus dem Innviertel erlebte bei der Rückkehr in die Bundesliga gleich eine kalte Dusche. Schon nach vier Minuten brachte Zlatko Dedic WSG Tirol in Führung. Der slowenische Stürmer in Reihen der Tiroler verwandelte einen Elfmeter nach einem Handspiel von Michael Lercher.  Es sollte nicht der letzte Strafstoß in diesem Match gewesen sein.

Auch der Rieder Ausgleich fiel vom Elfmeterpunkt. Marco Grüll brachte die Rieder nach 19 Minuten zurück ins Spiel, nachdem WSG Tirol-Stürmer Kelvin Yeboah im Strafraum ungeschickt agiert hatte. In der Folge hatten die Rieder in Person von Grüll das 2:1 auf dem Fuß, in Führung gingen aber erneut die Gäste.

David Schnegg schnappte sich an der Strafraumgrenze den Ball und zog ab, der Schuss wurde gleich zwei Mal abgefälscht und landete im Tor  (30.).

 

Nach der Pause hatte WSG Tirol im Konter hochkarätige Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Benjamin Pranter und Goalgetter Dedic ließen die Möglichkeiten aber leichtfertig liegen und hielten damit die Rieder im Spiel.

Diese Nachlässigkeiten vor dem Tor sollten sich rächen. Julian Wießmeier erzielte für den Aufsteiger acht Minuten vor Schluss aus einem Elfmeter den Ausgleich. Der eingewechselte Florian Buchacher hatte sich im Zweikampf ähnlich ungeschickt verhalten wie zuvor bereits sein Teamkollege Yeboah in der ersten Halbzeit.

Brisantes Ende

Der Torhunger der Rieder war damit noch nicht gestillt. Im Finish drückten die Hausherren auf den Siegestreffer, der in der letzten Minute der Nachspiel auch gelang. Das 3:2 hatte durch Valentin Grubeck hatte allerdings einen Schönheitsfehler: Dem Siegestor war eine Abseitsstellung vorausgegangen.

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