Der WAC ließ in der siebenten Runde erstmals Punkte.

© APA/GERT EGGENBERGER

Bundesliga
08/30/2014

Ein abruptes Ende des WAC-Höhenflugs

Wiener Neustadt stoppt die ambitionierten Kärntner dank Freitags Torriecher.

Die Vorgabe aus Salzburg war einfach: Holt Wolfsberg gegen Nachzügler Wiener Neustadt einen Punkt, sind die Kärntner Tabellenführer – gewinnen sie, haben sie sogar einen Drei-Punkte-Polster vor dem Spitzenspiel in der nächsten Bundesliga-Runde. Denn am Sonntag, 14. September, kommt Krösus Salzburg, gespielt wird diese Partie im Wörthersee-Stadion zu Klagenfurt, das mehr Platz bietet als die heimische Lavanttal-Arena.

Von den Ereignissen des Nachmittags zusätzlich motiviert, drückten die Kärntner an Beginn an mächtig aufs Gas, ohne in den ersten 20 Minuten aber mehr als ein Corner-Verhältnis von 5:1 zu erreichen. Drüber, vorbei, an Neustadt-Tormann Vollnhofer gescheitert – so wurden die Chancen vergeben. Und hinten sorgte der aufmerksame Tormann Kofler dafür, dass die raren, aber guten Chancen der Niederösterreicher nicht in einen Rückstand mündeten.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste noch gefährlicher, ein abgefälschter Schuss von Rauter verfehlte das WAC-Tor nur knapp, Standfest wollte dem nicht nachstehen und setzte einen Freistoß an die Stange der Gäste. Längst war es eine ausgeglichene Partie, die den 4700 Fans geboten wurde, längst war kaum mehr auszumachen, wer die Tabellenführung holen und wer die rote Laterne loswerden will.

In der 84. Minute folgte das böse Erwachen für die Höhenflieger aus dem Lavanttal: Kofler konnte einen Schuss von Koch nur kurz nach vorn abwehren, dort stand Freitag genau richtig, und er drosch den Ball zur Wiener Neustädter Führung ins Wolfsberger Tor. 0:1, das war auch der Endstand – damit bleibt Salzburg an erster Stelle der Tabelle.

Und die Wolfsberger können am 14. September zeigen, welche Lehren sie aus diesem Hoppala gezogen haben. Gegen Salzburg.

WAC - Wr. Neustadt 0:1 (0:0)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 4.750, SR Harkam

Tor:
0:1 (85.) Freitag

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla - M. Weber, Hüttenbrenner - Kerhe (71. Wernitznig), P. Zulj (84. Simon), Jacobo - Trdina (60. Silvio)

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Deutschmann, Mally, Ranftl - Freitag, O'Brien - Osman Ali (89. Schöpf), Rauter, Dobras (72. M. Koch) - J. Salamon (62. Ebenhofer)

Gelbe Karten: Zulj bzw. O'Brien, Deutschmann

Kühbauer: "Spieler haben einen Stress, weil sie im Rampenlicht stehen"

Didi Kühbauer (Trainer WAC): "Wir wollten das Spiel gewinnen, aber die Mannschaft hat nicht diese Laufbereitschaft gezeigt wie bisher. Die Spieler haben einen Stress, weil sie im Rampenlicht stehen, weil sie nach sechs Runden so gut dagestanden sind. Dennoch will ich nicht von einer verdienten Niederlage sprechen, Neustadt-Torhüter Vollnhofer hat viel gehalten. Schade, dass wir die Chance auf die Tabellenführung nicht genützt haben, das wäre sehr schön gewesen. Ob das Ergebnis aus Salzburg eine Rolle gespielt hat, kann ich nicht sagen."

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "Meine Mannschaft ist so kompakt aufgetreten wie noch nie in dieser Saison. In der ersten Hälfte haben wir uns auf einen großartigen (Torhüter) Vollnhofer verlassen können, in der zweiten Hälfte haben wir das Spiel in den Griff bekommen und öfter auf das Tor geschossen wie WAC. Mir war klar, dass wir so eine Leistung bringen können, auch gegen den WAC, der eine starke Mannschaft ist. Es ist natürlich leichter für uns gewesen, weil wir nicht den Druck hatten. Aber wir hatten die erforderliche Konzentration und die nötige Lockerheit."

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