Sport | Fußball
07.10.2018

Die LASK-Serie endet bei Außenseiter Innsbruck

Die Oberösterreicher werden nach acht Spielen ohne Niederlage vom Aufsteiger besiegt.

Wacker Innsbruck hat den Erfolgslauf vom LASK in der Bundesliga endgültig gestoppt. Eine Woche nach dem Heim-0:0 gegen Sturm gingen die Linzer am Sonntag in Tirol mit einem 0:1 vom Platz. Nach acht Spielen mit sechs Siegen setzte es für die in der ersten Hälfte haushoch überlegenen Gäste wieder eine Niederlage. Bisher hatte das nur Salzburg zum Auftakt (1:3) geschafft.

Die Hausherren schrieben erstmals seit 1. September voll an und verbesserten sich nach dem dritten Saisonsieg in der Tabelle auf Platz zehn. Zum ersten Mal in der laufenden Saison blieb die Elf von Karl Daxbacher in einem Pflichtspiel ohne Gegentreffer. Der LASK rutschte hingegen auf Platz drei zurück.

Otubanjo im Pech

Dabei hatte der LASK am Tivoli sofort das Kommando übernommen und setzte die Hausherren mit dem gewohnt schnellen Spiel in die Spitze massiv unter Druck. Innsbruck, in der Innenverteidigung u.a. wegen der Sperre von Stefan Meusburger ersatzgeschwächt, war völlig mit Defensivaufgaben beschäftigt. Doch die Fünferkette leistete gute Arbeit, in den ersten 45 Minuten fand der LASK von einem Abseitstreffer Yusuf Otubanjos (4.) abgesehen nur wenige echte Chancen vor.

In der 6. Minute köpfelte Philipp Wiesinger nach einem von elf Eckbällen an die Oberlatte, kurz vor der Pause scheiterte Otubanjo zweimal an Goalie Christopher Knett (41., 43.). Innsbruck kam hingegen kaum aus der eigenen Hälfte hinaus, es dauerte genau eine halbe Stunde, bis man erstmals bei LASK-Goalie Alexander Schlager vorstellig wurde. Der Fernschuss von Patrik Eler fiel aber harmlos aus. Dass man ohne Gegentreffer in die Kabine ging, war aus Sicht der Hausherren das einzige Erfolgserlebnis.

Offene Partie

Innsbruck startete überraschend mutig und aktiv in die zweite Hälfte, bald zappelte nach einem Eckball auch der Ball im Netz der Linzer - doch der Treffer zählte aufgrund eines Fouls von Albert Vallci an Schlager nicht (55.). Wenig später prüfte Daniele Gabriele Schlager per Freistoß (60.), der LASK befreite sich in einer nun offenen Partie mit einem Schuss aus dem Hinterhalt von James Holland (61.). Ihm folgte Thomas Goiginger mit einem gefährlichen Vorstoß in den Fünfer (64.).

Just als der LASK wieder stärker zu werden schien, brachten sich die Gäste mit einem schweren Abwehrpatzer nach weitem Abschlag von Knett um die Früchte ihrer Arbeit. Christian Ramsebner verschätzte sich, Cheikhou Dieng nützte den Lapsus aus wenigen Metern eiskalt aus. Die Oberösterreicher reagierten fast wütend, kamen über Verzweiflungsangriffe aber nicht hinaus. Joao Victor gegen Knett (73.) und mit einem Distanzschuss weit über das Tor (82.) sowie Ex-Innsbrucker Florian Jamnig mit einem Versuch ans Außennetz (95.) sorgten noch für drei nennenswerte Offensivaktionen, für einen Treffer reichte es zum dritten Mal in dieser Bundesligasaison aber nicht mehr.