Andreas Herzog kann mit dem Remis gegen die Nordmazedonier nur schweren Herzens leben. 

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Sport Fußball
09/09/2019

EM-Quali: Niederlage für Herzog in letzter Minute

Slowenien besiegt Israel mit 3:2. Deutschland schafft den Pflichtsieg in Nordirland.

In der Österreich-Gruppe G zeichnet sich ein extrem spannendes Finish ab. Aktuell liegt Slowenien vor Österreich auf dem begehrten zweiten Platz, Israel fiel zurück. Bei Israel musste gegen Slowenien der aktuelle Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga der neuen Nummer 1 im Torjägerranking Platz machen: Munas Dabbur hat bei Sevilla kein Leiberl und damit auch das in seinem Nationalteam verloren. Teamchef Andreas Herzig setzte stattdessen auf Shon Weissman. Der 23-jährige Debütant jubelte in sechs Ligaspielen für den WAC gleich sieben Mal.

Jubeln durfte in Hälfte eins aber nur ein Slowene: Verbic traf in Minute 43 zur Führung. Das war der Auftakt für ein wildes Hin und Her: Natcho (50.) und Zahavi (63.) brachten die Gäste in Führung, aber nur drei Minuten später musste sich Herzog wieder ärgern. Bezjak glückte für Slowenien das 2:2.

Doppelpack

Es kam Dabbur für Weissman, das letzte – und entscheidende – Tor fiel aber für Slowenien: Neuerlich war es Verbic, der mit dem 3:2 in der Nachspielzeit und elf Punkten auch vorerst den zweiten Platz sichert. Sogar Nordmazedonien könnte noch ins Rennen um die beiden Fixplätze bei der EM eingreifen: Nach dem 2:0 in Lettland hat der Underdog bereits acht Zähler.

Euro 2020 Qualifier - Group G - Slovenia v Israel

Deutsches Geduldsspiel

„Wir werden eine Reaktion zeigen“, hatte Deutschlands Teamchef Joachim Löw nach dem 2:4 gegen die Niederlande angekündigt. So hat sich das Löw in Hälfte eins aber sicher nicht vorgestellt: In Nordirland hatten die Gastgeber vor der Pause die besten Chancen, jeweils durch Washington. Zuerst wurde der Stürmer durch Kroos (!) freigespielt und scheiterte (7.), in Minute 45 rutschte er drei Meter vor dem Tor über den Ball. Die Deutschen reklamierten vergeblich Hand-Elfmeter und hatten erst knapp vor dem Pausenpfiff eine Top-Chance durch Stürmer Werner – gehalten.

In Hälfte zwei kam für Überraschungstabellenführer Nordirland erstmals ein Rückschlag: nach einer weiten Flanke war Halstenberg aufgerückt und der Linksverteidiger von Leipzig traf volley perfekt ins lange Eck (48.). In der Nachspielzeit gelang Gnabry mit dem zweiten Treffer die Entscheidung.

Es zeichnet sich ein Dreikampf um die zwei Plätze zur EM-Teilnahme ab: die Niederlande landete mit einem 4:0 den erwarteten Pflichtsieg in Estland.