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Sport Fußball
04/05/2019

Ein Geschenk von Rapid: Drei Fragen zu Kühbauers Freudentag

Rapid-Trainer Didi Kühbauer hat vor seinem 48. Geburtstag viel riskiert und mit dem Aufstieg in das Cupfinale gewonnen.

von Alexander Huber

So einen Geburtstag hat Didi Kühbauer noch nicht oft erlebt. Der Rapid-Trainer, der am Donnerstag seinen 48. Geburtstag feierte, schaute durchwegs in strahlende Gesichter. Der ebenso glückliche wie hart erkämpfte Aufstieg in das Cupfinale löste bei Rapid große Emotionen aus.

Im Hintergrund wird an der Verteilung der Karten für den 1. Mai gebastelt, Infos dazu gibt es am Dienstag.

Noch bevor Kühbauers Geburtstag begann, hatte er das Gespräch mit Christoph Knasmüllner gesucht. Der Techniker musste als Joker aus taktischen Gründen gleich wieder raus: „Diese Entscheidungen sind für den Trainer nicht angenehm, aber in Unterzahl ging es nur noch um die Defensive. Und da kann uns Knasi nicht so helfen.“

Da im Cup nur das Ergebnis zählt, ging der Schachzug mit dem späteren Helden Mateo Barac voll auf.

Warum war Barac der entscheidende Schütze?

Seit dem 1:6 im Derby im Dezember hat Barac nie mehr für Rapid gespielt, nicht einmal im Match-Kader war Platz. Wegen den Ausfällen in der Defensive durfte der Kroate mit nach Pasching und wurde nach dem Hofmann-Ausschluss als Joker zur Stütze in der Abwehrschlacht.

Dass ausgerechnet Barac den entscheidenden Elfer cool verwandeln sollte, hat Kühbauer nicht überrascht: „Mir war klar, dass er das wie im Training macht. Beim Elfer ist er kalt wie ein Fisch.“

Bei Trainingsbesuchen fällt auf, dass der Linksfuß generell über eine starke Schusstechnik verfügt. Die Probleme beim Spielaufbau sind aber so groß, dass ein Verkauf im Sommer wahrscheinlich ist. Barac hat deswegen bereits mit Sportdirektor Fredy Bickel gesprochen.

Wie kommt Rapid in den Europacup?

Durch einen Finalsieg wäre (erstmals für Österreich) ein Platz in der Gruppenphase der Europa League für Rapid reserviert. Der Verlierer geht leer aus. Da Salzburg aber (zu 99%) unter die Top-4 der Liga kommt, erhöht sich die Chance von Rapid, am neuen Europacup-Play-off teilzunehmen.

Konkret spielt in diesem Fall nach Saisonende der Siebente (Sieger der Qualifikationsgruppe) zuhause gegen den Achten. Der Sieger kämpft danach mit Hin- und Rückspiel gegen den Tabellenfünften um den letzten Platz für den Europacup.

Warum hatte Rapid Kraft für 120 Minuten?

Unter den vielen Problemen im Herbst könnten die körperlichen Rückstände der Hauptgrund für den Absturz in der Liga gewesen sein. Immer wieder wirkten die Rapidler in entscheidenden Momenten körperlich angeschlagen.

In der Winterpause berichteten die Spieler von großen Fortschritten unter dem zurückgekehrten Fitnesscoach Alexander Steinbichler. In Pasching konnte der LASK trotz Überzahl in der Verlängerung nicht mehr zulegen.

Kühbauer war vom immensen Einsatz seines Teams nicht überrascht: „Ich wusste, dass wir körperlich stark sind.“ Dennoch werden morgen in Innsbruck frische Kräfte wie Ivan, Martic, Potzmann und (falls gesund) Bolingoli gefragt sein.

Hofmann ist in der Liga (statt im Cup) gesperrt, weil sein Vogelzeigen mit Rot (und nicht Gelb-Rot) bestraft wurde.