Sport | Fußball
07.06.2018

Ebenbauer: "Das kann für Neustadt bis zum Lizenzentzug gehen"

Die Bundesliga legt sich fest: Wr. Neustadt darf nach dem "Rauswurf" in St. Pölten kein neues Ausweichstadion nennen.

Der Druck auf Wiener Neustadt wird immer größer. Zuerst verkündete der SKN, dass die Nutzungsrechte für die geplanten vier „Winterspiele“ in der NV-Arena zurückgezogen werden.

Am Mittwochabend legte NÖ-Sportlandesrätin Petra Bohuslav nach: In einer scharf formulierten Facebook-Botschaft wurde Wr. Neustadt aufgefordert, „die Werte des Sportlandes NÖ wie Fairplay wieder zu achten“ – also: den Einspruch gegen die Wertung der Relegation zurückzuziehen.

Kein neues Stadion

Am Mittwoch bestätigte die Bundesliga dem KURIER, dass nach einer juristischen Prüfung aus Liga-Sicht feststeht: Wiener Neustadt bekommt keine Möglichkeit, ein anderes Ausweichstadion zu nennen.

Im Interview mit Sky Sport Austria erklärt Liga-Vorstand Christian Ebenbauer diese Ansicht: "Hierfür ist ein Blick in die Lizenzbestimmungen wesentlich. Darin ist enthalten, dass ein Wechsel eines einmal genannten Ausweichstadions nach rechtskräftiger Lizenzerteilung innerhalb der Lizenzzeit nicht mehr möglich ist."

Zum weiteren Ablauf meint Ebenbauer: "Der Senat 5 hat zu entscheiden. Vorerst ist Wiener Neustadt zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Je nach Stellungnahme wird der Senat 5 ein Verfahren eröffnen und kann dann natürlich sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen in einem Disziplinarverfahren."

St. Pöltens Rettung?

Letzten Endes droht Wiener Neustadt der Verlust der Lizenz zum Aufstieg: "Das kann auch bis zum Lizenzentzug gehen." St. Pölten wäre gerettet.

Die Wiener Neustädter müssten wohl gleich an mehreren Fronten juristisch siegen, um doch noch aufzusteigen. Ebenbauer appelliert: "Es ist wesentlich, den Fußball vom grünen Tisch wieder zum grünen Rasen zurückzubringen. Ich hoffe, dass Vernunft einkehrt."