Ausgerechnet nach Sieg gegen HSV: Dortmund feuert Sportdirektor
Aus in Dortmund: Sebastian Kehl
Der Zeitpunkt kommt überraschend: Am Samstag hat Dortmund noch mit großem Kampf ein 0:2 gegen den HSV in einen 3:2-Sieg gegen die Hamburger gedreht.
Am Tag danach gab die Borussia die sofortige Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl bekannt.
Es dürfte zwischen dem Tabellenzweiten und dem 46-Jährigen nichts Dramatisches vorgefallen sein, vielmehr gibt es die Überzeugung, dass der frühere BVB-Kapitän nicht mehr die laufende Kaderplanung vorantreiben soll.
Deswegen ist für Kehl sofort Schluss.
„Die Trennung von Sebastian Kehl bedeutet natürlich einen Einschnitt in unserer sportlichen Führungsebene“, teilt Klubchef Carsten Cramer mit.
So gehen die Verhandlungen mit Teamverteidiger Nico Schlotterbeck über eine vorzeitige Vertragsverlängerung ins Finale.
Auch war Kehl in der Vorwoche noch auf Scouting-Tour unterwegs.
„In einem sehr offenen Gespräch sind Sebastian Kehl, Carsten Cramer und ich zu der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist“, sagt Sportchef Lars Ricken, der viele gemeinsame Jahre mit Kehl beim BVB verbracht hat. „Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt.“
Nachfolger von Langzeit-Chef Zorc
2018 war Kehl zunächst Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung und 2022 Sportdirektor als Nachfolger von Michael Zorc geworden.
„Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Trotzdem haben wir nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich“, sagt Kehl.
HSV will Kehl holen
Da es an Kehl seit einiger Zeit Kritik gab, hat sich bereits der HSV Hoffnungen gemacht, den Sportdirektor nach Hamburg holen zu können.
Nun ist die Tür weit offen.
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