Grödig-Manager Haas (li.) bei der Pressekonferenz: „Drei unserer Spieler sind zu mir gekommen und haben erzählt, dass sie von Taboga angesprochen wurden, um Spiele zu manipulieren.“

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Die große Wende im Fall Taboga
11/15/2013

Die große Wende im Fall Taboga

Der Grödig-Kicker soll absichtliche Elferfouls angeboten haben.

von Alexander Strecha, Alexander Huber

Was hatte Dominique Taboga nicht für einen guten Ruf. Vorzeige-Profi. Nicht mit dem allergrößten Talent gesegnet, aber einer, der durch Fleiß, Ehrgeiz und seine gute Einstellung den Karriereweg bis in den Profi-Fußball und es dort sogar zum Führungsspieler geschafft hat. In der Vereinigung der Fußballer („VdF“) schaffte er es sogar ins Spielerpräsidium. Vergangene Saison war er als Grödig-Spieler auch Sprecher für die Erste Liga. Seit gestern, 14.30 Uhr, erscheint der 31-Jährige in einem gänzlich anderen Licht. Dominique Taboga dürfte selbst versucht haben, Fußballspiele zu manipulieren. Das gab jedenfalls gestern Christian Haas, Manager des SV Grödig – dem bisherigen Klub Tabogas – bekannt.

Geständnis

„Drei unserer Spieler sind zu mir gekommen und haben erzählt, dass sie von Taboga angesprochen wurden, um Spiele zu manipulieren“, berichtete Haas, der daraufhin den Spieler mit den Vorwürfen konfrontierte. „Er hat gestanden, sogar vier Spieler angesprochen zu haben.“ Das alles soll sich letzte Saison in der zweithöchsten Spielklasse ereignet haben. Zu tatsächlichen Manipulationen sei es jedoch nicht gekommen. Der Vertrag mit Taboga wurde aufgelöst. Haas: „Er ist nicht mehr Spieler von Grödig!“ Die Salzburger Nachrichten berichteten zudem auf ihrer Homepage, dass Taboga dem Tschetschenen Sulim D. absichtliche Elferfouls angeboten habe. Konkret soll er dies beim Bundesliga-Spitzenspiel am 27. Oktober 2013 von Grödig gegen Salzburg (0:3) getan haben. Tatsächlich attackierte Taboga den Salzburger Dusan Svento in der Nachspielzeit hart, Schiedsrichter Harkam entschied aber nicht auf Elfmeter.

Festnahmen

Noch vor wenigen Tagen sah die Sache vollkommen anders aus. Am Montag suchte Taboga das Gespräch mit den Verantwortlichen des SV Grödig, um sie über eine Erpressung durch eine Gruppe rund um den Ex-Teamspieler Sanel Kuljic zu unterrichten.Selbiges erzählte Taboga der Polizei, die bereits am Dienstag zugriff. Um 9.30 Uhr, auf einem entlegenen Parkplatz in Anif, hätte es zu einer Geldübergabe zwischen Taboga und den Erpressern kommen sollen. Anstelle von Taboga erschien die Spezialeinheit Cobra und nahm sowohl Kuljic, als auch die beiden Tschetschenen Sulim D. und Zelinhan S. fest.Am Montag hatte Taboga angegeben, von der Gruppe zur Spielmanipulation aufgefordert worden zu sein. Er habe sich jedoch geweigert und hätte wegen des entgangenen Gewinns 70.000 Euro zahlen sollen. Am Dienstag ruderte Taboga zurück. Es seien nur etwas weniger als 30.000 Euro gewesen. Er solle Kuljic Geld schuldig gewesen sein, es handele sich um eine private Angelegenheit – die Erpressungsvorwürfe blieben allerdings aufrecht. Dass Taboga privat Geldsorgen hat, war laut Haas auch in Grödig bekannt.Tatsache ist, dass Taboga noch keinen Anwalt herangezogen hat. Die Spielergewerkschaft VdF möchte in einem direkten Gespräch die Gründe für Tabogas Verhalten erfahren und hat dem Spieler Hilfe zur Aufklärung des Falles angeboten.Franz Essl, einer der beiden Anwälte von Kuljic, sagte, dass Hintergrund der Causa ein von Kuljic gewährtes Darlehen an Taboga in der Höhe von 65.000 Euro sei, die dieser für „Einrichtungsgegenstände“ benötigt habe. Sulim D. soll hingegen schwere Vorwürfe gegen Taboga in Zusammenhang mit Wettbetrug geäußert haben.Gekaufte Spiele - viele Verdachtsfälle:

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