Sport | Fußball
06.11.2017

Die Alaba-Frage wird im Team durch Schwab geklärt

Der Bayern-Star ist verletzt. Anstelle eines Linksverteidigers reist der Rapid-Kapitän nach Spanien.

Die wohl spannendste Personalfrage beim ÖFB-Neustart wird auf 2018 verschoben: Was passiert mit David Alaba? Denn der neue Teamchef Franco Foda konnte den Bayern-Star nicht im Trainingslager in Marbella begrüßen, Alaba musste am Montag wegen der gegen Dortmund (3:1) erlittenen Muskelverletzung im linken hinteren Oberschenkel absagen und wird auch in einer Woche beim Test gegen Uruguay in Wien fehlen.

Es deutet freilich einiges darauf hin, dass Foda die Tradition von Marcel Koller mit dem Bayern-Außenverteidiger im Team-Mittelfeld zumindest vorerst fortgesetzt hätte: Zuerst wurde der 25-Jährige im ersten ÖFB-Kader Fodas unter "Mittelfeld" eingereiht, nach seiner Absage wurde Rapid-Kapitän Stefan Schwab– ein reiner Zentrumsspieler – nachberufen.

Dünne Decke

So wie für seinen Schweizer Vorgänger wird es damit auch für den Deutschen links außen wieder ganz knapp. Der einzige Kaderspieler, der bei seinem Klub links hinten spielt, ist Andreas Ulmer. Der Salzburger Team-Rückkehrer hatte sich im Finish beim 3:1 in St. Pölten verletzt. Am Montagnachmittag wurde er untersucht. Da keine gröbere Verletzung am Sprunggelenk entdeckt wurde, darf der 32-Jährige nach Spanien nachfliegen.

Auf der Abrufliste findet sich kein vergleichbarer Spieler mehr. Ob beim ÖFB schon daran gedacht wird, es noch einmal bei Markus Suttner zu versuchen? Der England-Legionär hatte nach seiner jahrelangen Reservistenrolle unter Koller die Teamkarriere für beendet erklärt.

Hertha kauft Lazaro

Geklärt ist die Zukunft von Valentino Lazaro: Bislang war der Allrounder von Salzburg nur ausgeliehen, seit dem 3:3 von Hertha BSC gegen Wolfsburg aber ist der 21-Jährige fixes Mitglied der Berliner. Der fünfte Auftritt in der Startelf löste eine Vertragsklausel aus, Salzburg kassiert mehr als sechs Millionen Euro Ablöse.

Nach dem Ausfall von Alaba ist Lazaro einer von immerhin 13 Legionären, der nach einem Wochenend-Einsatz ins Teamcamp in Spanien eingerückt ist.

Neben Tormann Heinz Lindner kamen die Defensivspieler Kevin Wimmer, Moritz Bauer und Kevin Danso (mit seinem ersten Tor für Augsburg) sowie Prödl-Ersatz Dominik Wydra zum Einsatz. Im Zentrum haben sich bei ihren Klubs der starke Florian Grillitsch und Julian Baumgartlinger Spielpraxis erkämpft. Von den Offensivkräften waren Marcel Sabitzer, Guido Burgstaller, Michael Gregoritsch sowie Florian Kainz zu sehen.

Neuer Mann für Arnautovic

Und Marko Arnautovic wurde bei West Ham zum letzten Mal von Slaven Bilic als Joker gebracht: Nach dem 1:4 gegen Liverpool muss der kroatische Coach der Londoner gehen.

Zur Freude von Foda saßen lediglich Aleksandar Dragovic und Alessandro Schöpf 90 Minuten auf der Bank.