Kevin Großkreutz spielt erstmals gegen Dortmund.

© EPA/Thomas Eisenhuth

DFB-Pokal
02/09/2016

Stuttgarts Großkreutz fordert seine große Liebe

Der Ex-Teamspieler trifft im Pokal mit Stuttgart auf seinen Heimatklub Dortmund. Bremen fordert Leverkusen.

Mit zwei Bundesliga-Duellen startet am Dienstag der DFB-Pokal ins Viertelfinale. Mit dem VfB Stuttgart will das Team der Stunde im Hit gegen Borussia Dortmund seine Höhenflug fortsetzen. Im zweiten Spiel kämpfen Bayer Leverkusen und Werder Bremen um den Einzug in die nächste Runde. Bayern München und Hertha BSC bekommen es am Mittwoch jeweils mit einem Zweitligisten zu tun.

Seit Jürgen Kramny Ende November von Alexander Zorniger übernommen hat, geht es beim VfB Stuttgart wieder steil nach oben. Mit vier Siegen in Serie arbeitete sich der Verein von Martin Harnik und Florian Klein zuletzt vom Tabellenende auf Platz zwölf nach vorne. Dementsprechend selbstbewusst gehen die Schwaben in die Partie gegen den Tabellenzweiten: "Der Pokal ist immer was Spezielles. Eine Überraschung für uns absolut möglich", erklärte etwa VfB-Kapitän Christian Gentner.

Großkreutz gegen Heimat-Klub

Ein besonderes Spiel dürfte das Duell mit dem BVB vor allem für den gebürtigen Dortmunder Kevin Großkreutz werden. Zum ersten Mal in seinem Fußballerleben wird der eingefleischte BVB-Fan gegen seinen Ex-Verein auflaufen. "Für mich ist das ein ganz besonderes Spiel, das ist kein Geheimnis. Ich habe 27 Jahre dort gelebt. Das ist immer mein Zuhause", sagte der vor wenigen Wochen über den Umweg Galatasaray Istanbul zu den Schwaben gewechselte Außenverteidiger. "Jetzt spiele ich aber für den VfB. Da werde ich alles geben, da werde ich alles raushauen", versprach er. "Auf dem Platz kenne ich keine Freunde."

Beim Favoriten aus Dortmund ist man auf die wiedererstarkten Schwaben vorbereitet. Das souveräne 4:1 gegen Stuttgart im Punktspiel Ende November ist für BVB-Verteidiger Mats Hummels kein Maßstab mehr: "Stuttgart ist jetzt deutlich stärker." Den Anblick des einstigen Mitstreiters im Trikot eines anderen Vereins findet der Kapitän jedoch gewöhnungsbedürftig. "Dass hat es noch nicht gegeben, dass einer von der Südtribüne gegen den BVB spielt", sagte der Weltmeister den Ruhr Nachrichten mit Verweis auf die Vergangenheit von Großkreutz.

Werder ohne Junuzovic

Im zweiten Spiel am Dienstag hoffen mit Zlatko Junuzovic,der aufgrund einer Schulterverletzung allerdings nicht auf dem Platz stehen wird, und Florian Grillitsch zwei weitere Österreich-Legionäre auf den Einzug ins Halbfinale. Gegen Leverkusen bedarf es jedoch eine deutlich stärkere Leistung, als zuletzt beim 1:5 gegen Mönchengladbach. "Wir können nicht nur sofort wieder etwas gutmachen, sondern auch Geschichte schreiben", sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik. "Wenn wir 100 Prozent auf den Platz bringen, wissen wir, dass wir was erreichen können. Fußball spielen können wir, jeder sieht das."

Auch bei Bayer 04 weiß man, dass das 1:5 nicht der Bewertungsmaßstab für die Bremer Qualität ist. "Wir dürfen sie nicht unterschätzen", warnte Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt vor dem sechsfachen Pokal-Gewinner. Schließlich hätten die Hanseaten in den ersten Rückrundenpartien auf Schalke (3:1) und gegen Hertha BSC (3:3) "große Moral bewiesen und gezeigt, dass sie Spiele drehen können". Die Statistik zumindest spricht für die Norddeutschen: In den bisherigen fünf Cup-Begegnungen beider Teams behielt Werder stets die Oberhand.

Bochum fordert Bayern

Am Mittwoch greift schließlich Double-Gewinner Bayern München ein. Der Bundesliga-Spitzenreiter bekommt es mit Zweitligist VfL Bochum zu tun. Damit der Titelverteidiger in Bochum keine böse Überraschung erlebt, erinnerte Thomas Müller seine Münchner Mannschaftkollegen an den letzten Pokalauftritt beim VfL im Dezember 2011, als erst der späte Treffer von Arjen Robben in der Nachspielzeit für das kappe 2:1 sorgte: "Das war damals sehr knapp."

Bei Hertha BSC träumt man ebenfalls weiter vom ersten Finale im heimischen Olympiastadion seit der Saison 1980/81. Die nächste Hürde auf dem Weg dorthin, Zweitligist 1. FC Heidenheim, scheint überwindbar. "Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Aber bisher haben es die Jungs immer hingekriegt", sagte Pal Dardai vor dem vierten Pokalspiel seiner Mannschaft gegen einen Zweitligisten in Serie. Bereits im Sommer hatte der Hertha-Coach das Finale im eigenen Stadion als Ziel ausgegeben.

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