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Sport Fußball
10/29/2019

DFB-Pokal: Bayern siegten gegen Bochum nur mit Mühe 2:1

Gnabry (83.) und Müller (89.) verhinderten eine Blamage des deutschen Rekordmeisters gegen den Zweitligisten.

Das Millionen-Ensemble von Pokal-Verteidiger Bayern München ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Die Münchner gewannen nach einer lange Zeit desolaten Leistung am Dienstagabend noch mit 2:1 (0:1) beim abstiegsbedrohten Zweitligisten VfL Bochum.

Ein Eigentor von Alphonso Davies (36. Minute) hatte die Bochumer in Führung gebracht, die bis zehn Minuten vor Schluss hielt. Dann verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) das peinliche Aus des Rekord-Pokalsiegers und die erste Münchner Pokal-Niederlage in Bochum seit mehr als 51 Jahren. In einer turbulenten Schlussphase sah Bochums Verteidiger Armel Bella Kotchap noch die Rote Karte (88.).

Bayern-Coach Niko Kovac gönnte seinem Top-Stürmer Robert Lewandowski eine Pause, ließ den Polen zunächst auf der Bank und brachte ihn erst nach dem peinlichen 0:1-Rückstand nach den ersten 45 Minuten. Dafür stand der Ex-Bochumer Leon Goretzka, der von 2001 bis 2013 für den VfL spielte, an alter Wirkungsstätte in der Startelf des Rekord-Pokalsiegers, der nach dem 2:1-Sieg gegen Union Berlin auf zwei weiteren Positionen verändert war. Corentin Tolisso und Serge Gnabry ersetzten Müller und Philippe Coutinho. Der Neuzugang vom FC Barcelona kam in der 57. Minute für den blassen Goretzka.

Bochumer Führung

Beim Tabellen-16. hätte schon nach wenigen Sekunden Simon Zoller das erste Tor schießen können, verzog aber aus gut 13 Metern. Ein Schuss von Danny Blum (5.) war kein Problem für Nationalkeeper Manuel Neuer. Es dauerte erstaunlich lange, bis der Favorit die Partie besser in den Griff bekam und kontrollierte. Doch die Abschlüsse von Kingsley Coman (15.), Tolisso (16.) und Davies (27.) waren zu harmlos.

Stattdessen brach plötzlich Riesenjubel im Ruhrstadion aus, als sich Blum auf der linken Seite gegen Joshua Kimmich durchsetzte und scharf nach innen passte, wo Davies den Ball unbedrängt über die eigene Torlinie lenkte. Der VfL rettete mit großem Einsatz die überraschende 1:0-Führung in die Pause, auch weil Gnabry (43.) frei vor Bochums Schlussmann Manuel Riemann vergab.

„Wollen wir nicht drüber reden“, kommentierte der scheidende Bayern-Präsident Uli Hoeneß zur Pause. Kovac reagierte und brachte Lewandowski für Ivan Perisic und später Coutinho für Goretzka (57.) und Müller für Tolisso (64.). Am fahrigen und uninspirierten Auftritt der Münchner änderte dies jedoch zunächst wenig. Die Bochumer gingen aggressiv, zweikampfstark und hochmotiviert ihrer Arbeit nach. Lewandowski vergab nach einer Flanke von Coman per Kopf die große Chance zum Ausgleich (69.) - dann schlugen Gnabry und der eingewechselte Müller doch noch zu.

Köln blamierte sich

Bereits davor gab es Überraschungen. Köln blamierte sich in Saarbrücken mit einem 2:3. Im Duell der Zweitliga-Spitzenteams gab es ein Wiedersehen vom Hamburger SV und Stuttgart. Am Wochenende hatte der HSV noch mit 6:2 gewonnen, im Pokal schaffte Stuttgart einen Auswärtssieg: 2:1 nach Verlängerung.

Und auch der Auswärtssieg von Union Berlin war nicht so zu erwarten. Freiburg, in der Bundesliga auf Champions-League-Kurs, verlor gegen den Aufsteiger (der Kapitän Christopher Trimmel eine Pause gönnte) mit 1:3. Philipp Lienhart wurde bei den Hausherren eingewechselt.

Eine Partie endete doch nach Papierform, und daran hatte auch Florian Grillitsch seinen Anteil. Der wiedergenesene Teamspieler brachte Hoffenheim  beim 2:0 in Duisburg mit 1:0 in Führung.

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