Sport | Fußball 19.01.2012

Deutschland: Brisanter Start ins Jahr

Mönchengladbach empfängt die Bayern. Die Fans in Deutschland sind wieder vom Fußballfieber befallen.

Nur einen Monat dauerte in der deutschen Bundesliga die Winterpause. Österreichs Legionäre konnten zwar über Weihnachten in die Heimat, mussten meist aber kurz nach dem Jahreswechsel wieder an ihre Arbeitsstellen. Zwei dieser Österreicher sind beim Rückrundenstart mit von der Partie. Martin Stranzl ist Fixstarter in der Innenverteidigung von Mönchengladbach gegen Bayern München. Der Tabellenführer kommt mit viel Selbstvertrauen. "Einmal darf eine deutsche Meisterschaft am FC Bayern vorübergehen, aber kein zweites Mal", sagt etwa Sportdirektor Christian Nerlinger.

Der deutsche Rekordmeister hat ein Luxusproblem im Mittelfeld, zumal Bastian Schweinsteiger nach seinem Schlüsselbeinbruch wieder dabei ist. Und auch Arjen Robben ist wieder voll fit. In Mönchengladbach ist Ribéry gesperrt, weshalb Kroos links und Müller in der Mitte spielen werden. Sollten alle fünf fit sein und spielen, dann ist in der Mannschaft kein Platz für Luiz Gustavo, Timoschtschuk und David Alaba. Der junge Österreicher muss wie schon seit Sommer auf seine Chancen warten.

Neustart

Die Bayern haben keine guten Erinnerungen an den Liga-Auftakt. Im ersten Meisterschaftsspiel unter Trainer Jupp Heynckes gab es eine 0:1-Niederlage gegen Fastabsteiger Mönchengladbach – ermöglicht durch einen Fehler des neuen Tormanns Manuel Neuer. Mönchengladbach hat daheim eine positive Bilanz gegen die Bayern, was aber nur an der Vergangenheit liegt, aus einer Zeit als Heynckes noch auf dem Böckelberg stürmte. Im neuen Borussia-Park gab es hingegen erst einen Sieg, der schon sieben Jahre zurückliegt.

Im Blickpunkt steht vor 54.047 Zuschauern auch Gladbachs Shootingstar Reus, den der FC Bayern gerne verpflichtet hätte. Der 22-Jährige, dem die Münchner nachgesagt haben, dass er wohl den Konkurrenzkampf beim Rekordmeister gescheut habe, will Taten sprechen lassen. "Wir sind richtig heiß und wollen das Spiel gewinnen", sagte er. Die Bekanntgabe seines Wechsels nach Dortmund und die Ablösesumme von 17,1 Millionen Euro scheinen den wieselflinken Stürmer nicht zu belasten. "Ich glaube, dass ihn das noch eher motivieren wird", vermutete Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Ins Gewicht fällt der Ausfall von Dante, der mit Stranzl eine stabile Innenverteidigung bildete.

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( Kurier ) Erstellt am 19.01.2012