Sport | Fußball
14.10.2017

Alarmstufe Rot in Dortmund - Leipzig kommt

Das Gastspiel des ungeliebten Red-Bull-Klubs erfordert höchste Vorsichtsmaßnahmen.

Die Vorfälle vom 4. Februar sind noch in bester Erinnerung. Diffamierende Spruchbänder gegen Fans und Offizielle von RB Leipzig, fliegende Steine und Flaschen von Seiten Dortmunder Anhänger in Richtung Leipziger Fans – die Partie zwischen dem BVB und dem Red-Bull-Klub ging als schwarzes Kapitel in die Bundesliga-Geschichte ein. Dortmunds Trainer Peter Bosz war damals noch nicht dabei, er hofft jedoch, dass diesmal auch nach der Partie nur über den Fußball gesprochen werden wird: "Ich hoffe dass es ruhig und friedlich bleibt. Was wir machen können ist, dass wir guten Fußball zeigen und alle Fans nur auf das Spielfeld gucken", sagt der Niederländer.

In Dortmund herrscht jedenfalls Alarmstufe Rot. Nur halb so viele Gästefans, aber doppelt so viele Polizisten werden vor Ort sein. Einsatzleiter Ed Freyhoff kündigte ein hartes Vorgehen gegen mögliche Randalierer an: "Provokationen werden wir im Keim ersticken. Nach wochenlanger Vorbereitung haben wir alle Register gezogen." Die Vorkommnisse im Skandalspiel vor gut acht Monaten, von denen selbst Kinder und Frauen betroffen waren, haben Stadt, Polizei und Verein sensibilisiert.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist guter Dinge: "Ich bin verhalten optimistisch, dass wir das ordentlich über die Bühne kriegen. Damals waren einfach deutlich zu wenig Polizisten im Einsatz."

Personalsorgen

Dortmund geht mit Personalproblemen in das Spitzenspiel (18.30 Uhr). In der Abwehr muss Trainer Bosz nach dem Ausfall von vier Außenverteidigern improvisieren. Bei Kontrahent Leipzig legt sich Trainer Ralph Hasenhüttl indes mit der Bild an. Das Massenblatt hatte verkündet, dass Topstürmer Timo Werner wegen einer Blockade der Halswirbelsäule nicht mitfliegen werde nach Dortmund. "Entgegen anders lautenden Meldungen entscheide ich, ob er im Kader sein wird oder nicht. Und ich kann versichern, dass er im Kader sein wird", sagte Hasenhüttl am Freitag. "Der Halswirbel macht keine Probleme mehr, auch Kopfbälle hat er gut vertragen."