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20.08.2018

Der No-Ronaldo-Effekt? Nur 48.466 im Bernabeu-Stadion

Beim ersten La-Liga-Match ohne den Portugiesen wurde der schlechteste Stadionbesuch in den letzten zehn Jahren verzeichnet.

Nach einem 2:0-Heimsieg kann man durchaus von einem gelungenen Saisonstart reden. Der Erfolg von Real Madrid gegen Getafe zum Auftakt in die neue Spielzeit der spanischen Primera Division war ungefährdet. Auch ohne Cristiano Ronaldo hatte der Großklub am Sonntagabend keine Probleme, das Geschehen zu kontrollieren. Der spanische Team-Verteidiger Dani Carvajal schoss nach 20 Minuten das 1:0, der Waliser Gareth Bale erhöhte sechs Minuten nach der Pause. Einen Makel hatte das Spiel dennoch: Nur 48.466 Zuschauer wohnten ihm bei. 

"Nur?! So viele kommen in so manches Bundesliga-Stadion im Laufe einer ganzen Saison nicht", wird nun mancher Leser aufschreien. Klar, im Vergleich zu den Stadionbesucherzahlen in kleineren Ligen Europas klingt diese Zahl wie eine Verhöhnung. Doch, die 48.466 bedeuten tatsächlich die niedrigste Zuschaueranzahl im Bernabeu-Stadion in den letzten zehn Jahren. Die Stadionkapazität beträgt 81.044 Sitzplätze, am Sonntagabend wurden dementsprechend 59,8 Prozent der Sitze belegt.

Das letzte Mal, dass so wenige Zuseher einem Real-Match im Bernabeu beiwohnten, war in der vorletzten Runde der Saison 2008/2009. Damals stand ein gewisser Cristiano Ronaldo auch nicht auf dem Feld, er wechselte erst einen Monat später von Manchester United zu den Königlichen.