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Sport Fußball
12/10/2020

Der LASK verabschiedet sich ohne Kapitän aus Europa

Gernot Trauner blieb in Linz, weil er Vater wird. Der Ukrainer Cheberko könnte eine Chance erhalten.

Bevor der LASK am Sonntag als Tabellenführer der Bundesliga zum Schlager nach Salzburg fährt, geht es für die Linzer am Donnerstag noch um einen versöhnlichen Abschluss der Europacup-Saison. Der Aufstieg nicht mehr möglich, ein Sieg soll beim bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad aber dennoch gelingen.

„Wir wollen mit der besten Mannschaft spielen, eine gute Performance bringt uns Kraft für das kommende Spiel“, betonte Trainer Dominik Thalhammer. Zu dieser „besten Mannschaft“ werden aber einige Leistungsträger sicher nicht zählen. Zu den schon länger verletzten Marko Raguz, Lukas Grgic und Petar Filipovic gesellten sich die Ausfälle von Mamoudou Karamoko (verletzt), Peter Michorl (gesperrt) und Kapitän Gernot Trauner, der Vater wird und die Reise deshalb nicht mitmachte.

Chance für Cheberko?

Gut möglich, dass Yevhen Cheberko eine Chance in der Abwehr erhält. Der Ukrainer war im Sommer als vielversprechender Neuzugang fürs Abwehrzentrum präsentiert worden, bis jetzt hat sich der Transfer aber noch nicht ausgezahlt. Erst ein einziges Mal stand der Linksfuß in der Startelf: Beim 1:1 in der Liga gegen WSG Tirol wurde er bereits zur Halbzeit wieder ausgewechselt. Danach folgten nur noch drei Kurzeinsätze in der Liga als Joker. In der Europa League kam der 22-Jährige bisher noch keine einzige Minute zum Einsatz.

Gemütlich angehen will es der LASK in Rasgrad aber nicht. „Wir wollen uns einfach aus Europa verabschieden, wie wir es aus unserer Sicht verdient haben“, sagte Thalhammer. Der LASK ging durch die Mühlen der Qualifikation, um den Sprung in die Gruppenphase zu schaffen, erinnerte der Coach. Es sei Pflicht, in der Europa League gut zu spielen.

„Weil wir so viel unternommen haben, dort spielen zu dürfen. Jetzt bringen wir es zu Ende.“ Auch Flügelspieler Marvin Potzmann hielt fest: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, den Anspruch haben wir selber an uns. Wir gehen in jede Partie mit 100 Prozent.“

Die Kraftfrage stellt sich im Lager der Oberösterreicher nicht. „Wir haben eine unglaublich gute Match-Fitness entwickelt. Wir sind in der Lage, diesen Rhythmus auf hohem Level spielen zu können“, erklärte Thalhammer. Dünn ist der Kader nur im Angriff besetzt. Zum Verletztenlager gesellte sich zuletzt Mamoudou Karamoko hinzu. Als Mittelstürmer wird aller Voraussicht nach deshalb wieder Johannes Eggestein einlaufen.

Balic kehrt zurück

Im Flieger saß außerdem auch Husein Balic. Der Flügelstürmer, um dessen Knöchelblessur es zuletzt ein Gezänk mit dem ÖFB gab, könnte möglicherweise als Wechselspieler zum Einsatz kommen.

4:3 endete das erste Gruppenduell mit Ludogorez Ende Oktober in Linz. Der neunfache bulgarische Meister holte auch in der Folge keinen Zähler. In den bisherigen fünf Spielen schoss die von Stanislaw Gentschew betreute Mannschaft mit Ex-Sturm-Profi Kiril Despodow und dem ehemaligen Altacher Bernard Tekpetey nur sechs Tore und kassierte 16. In Bulgarien ist Ludogorez indes schier unantastbar. Nach 13 Partien hält der Titelverteidiger in der Liga bei zehn Siegen und nur einer Niederlage.

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