Sport | Fußball
05.12.2011

Del Piero hofft auf 700. Einsatz

Juventus Turins Edel-Joker könnte am Samstag im Schlager gegen Lazio ein beeindruckendes Jubiläum feiern.

Italiens aktuell renommiertester Bankdrücker hofft am Wochenende auf ein Jubiläum. 699 Partien als Profi hat Alessandro del Piero bis dato bestritten. Ob das 37-jährige Urgestein von Juventus Turin auch im Schlager zwischen Spitzenreiter Juve und dem ersten Verfolger Lazio Rom am Samstagabend zum Einsatz kommt, steht aber in den Sternen. Unter seinem ehemaligen Mitspieler Antonio Conte muss sich Del Piero mit der Joker-Rolle begnügen.

Bei acht Einsätzen in zehn Runden kam der ehemalige Superstar der Turiner nur zweimal von Beginn und meist erst in der Schlussphase zum Einsatz. Die Stars der unter Conte wiedererstarkten Juve-Elf, in der Alexander Manninger nur noch dritte Wahl im Tor ist, sind andere.

Deshalb überrascht es auch nicht, dass Del Piero seinen Herzensklub mit Saisonende verlassen wird. "Natürlich leide ich auf der Bank, aber als Kapitän freue ich mich über den Lauf meiner Mannschaft", erklärte Del Piero seine aktuelle Gemütsverfassung.

Maldinis Rekord unerreichbar

Seine ersten 14 Einsätze hatte Italiens 103-facher Internationaler noch für Padova in der Serie B bestritten, ehe er ab 1993 für Juventus höchst erfolgreich auf Torjagd ging. Die Rekordmarke an Einsätzen liegt für Del Piero aber außer Reichweite. Milan-Legende Paolo Maldini hält diese mit 859 Spielen für die Mailänder.

Für Juventus geht es im Olympiastadion von Rom um die Verteidigung der Tabellenspitze. Die in dieser Saison noch ungeschlagene "Alte Dame" hält wie Lazio bei 22 Zählern, hat aber ein Spiel weniger bestritten als die Römer. Meister AC Milan und Udinese folgen mit je 21 Punkten auf den Plätzen drei und vier.

Milan tritt am Sonntag im Heimspiel gegen Chievo an, Udinese empfing bereits Freitag die AS Roma. Am anderen Ende der Tabelle geht es für György Garics mit dem FC Bologna (17.) in Cagliari um wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Der unter Neo-Teamchef Marcel Koller wieder an Teamehren interessierte Österreicher sammelte nach seiner langen Verletzungspause zuletzt im Cup wieder Matchpraxis.