Schuhe zu und durch: David Alaba ist für Wolfsburg schon schussbereit.

© REUTERS/MICHAELA REHLE

Deutsche Bundesliga
08/22/2014

"Die Weltmeister sind wieder hungrig"

David Alaba zum Saisonstart über Gegner, Kollegen und seine Positionswechsel.

von Andreas Heidenreich

Wolfsburg ist heute (20.30 Uhr, Sky) der Gegner von Titelverteidiger Bayern, bei denen David Alaba auch in der neuen Saison gesetzt sein wird. Während der 22-jährige Wiener seinen vierten Meistertitel gewinnen will, wäre es bei Bastian Schweinsteiger bereits der achte. Der Routinier ist einer jener Weltmeister, die nach der WM noch ihre Wunden lecken. Andere, wie Alaba im Interview mit dem KURIER verrät, sind schon wieder voll bei der Sache.

KURIER: Herr Alaba, die Bundesliga startet. Worauf freuen Sie sich besonders?David Alaba: Darauf, dass die Vorbereitung vorbei ist und wir alle endlich wieder Fußball spielen können. Wir haben uns wieder sehr hohe Ziele gesteckt, und es wird ein langer Weg bis zum Ende.

Wer kann den Bayern gefährlich werden?

Dortmund sowieso. Aber auch Gladbach, Wolfsburg und Leverkusen. Wenn Roger Schmidt seine Spielweise so umsetzt, wie in Salzburg, dann wird das mit diesen guten Einzelspielern eine sehr gefährliche Mannschaft.

Freuen Sie sich auf den österreichischen Trainer Peter Stöger?

Ich freue mich sehr für ihn, obwohl ich nie mit ihm zusammenarbeiten durfte, nur mit seinem Co-Trainer Manfred Schmid in der Austria-Akademie. Es ist für unseren Fußball etwas besonderes und vielleicht eine Chance für andere Trainer aus unserem Land. Es ist auch positiv, dass Salzburg wieder einen österreichischen Trainer hat, mit dem sie hoffentlich international aufzeigen werden. Wir haben sicher ein paar Trainer, die das Potenzial für die Deutsche Bundesliga haben. Hoffentlich ist Stöger nur der Anfang.

Ihr Trainer Pep Guardiola will offenbar auf Dreierkette umstellen. Gegen Salzburg im Jänner oder zuletzt im Supercup gegen Dortmund gab es dabei einen Misserfolg.

Wir haben es in der Vorbereitung öfters trainiert und im Spiel angewendet. Ob wir es die gesamte Saison so spielen werden, weiß ich nicht.

Warum fällt manchen Spielern die Umstellung darauf schwer? Vielleicht, weil in den letzten zehn bis 15 Jahren im Nachwuchs überall in Richtung Viererabwehr ausgebildet wurde?

Mag sein, natürlich ist es eine gewisse Umstellung. Aber wir gehören zu den besten Klubs der Welt, haben lauter Weltklassespieler und haben schon viel dazu gelernt. Es ist unser Anspruch, das umsetzen zu können, und wenn wir das schaffen, werden wir auch erfolgreich sein.

Auf welcher Position wollen Sie zum Erfolg beitragen? Sie haben zuletzt ja sogar Innenverteidiger gespielt.

In erster Linie will ich so viel spielen wie möglich. Ich bin immer noch ein junger Spieler, dem es gut tut, mehrere Positionen spielen zu können. Da kann ich – vor allem unter diesem Trainer – immer etwas Neues dazulernen, und das ist für meine Entwicklung gut. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich gern im zentralen Mittelfeld spiele. Da hat man die meisten Ballkontakte und das Spiel vor sich. Das macht Spaß.

Welche Auswirkung wird der WM-Titel der Deutschen auf die Saison der Bayern haben?

Positive. Dass manche Spieler jetzt länger brauchen werden, um wieder in Topform zu kommen, ist normal. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir das wegstecken können. Die Weltmeister tun der Mannschaft gut. Und man sieht auch in den Trainings, dass sie trotz diesem Riesenerfolg schon wieder sehr hungrig sind.

Sie sind wie Nuri Sahin und andere Fußballer in einem Song Namens "One Touch" von Rapper Du Maroc zu sehen und zu hören. Da geht es um Jugendliche, die mittels Fußball von der Straße geholt werden sollen. Warum engagieren Sie sich für dieses Projekt?

Weil ich selbst erlebt habe, wofür dieser Song steht. Auch in Wien, wo ich aufgewachsen bin, gab es viele Kinder in meinem Alter, die auf die falsche Bahn geraten sind. Und in Wien in den Käfigen gibt es auch genug talentierte Kids. Mit dem Song wollen wir dazu beitragen, dass sie auf die richtige Bahn gelangen.

Die Paarungen der 1. Runde

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