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Sport Fußball
12/13/2020

Das Salzburger Imperium schlägt gegen den LASK zurück

Der Meister besiegt den Kurzzeit-Tabellenführer dank einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei.

von Stephan Blumenschein

Der LASK war nur eine Runde Tabellenführer in der Bundesliga. Die Linzer mussten sich trotz einer 1:0-Pausenführung in Salzburg 1:3 geschlagen geben. Der Serienmeister eroberte Platz eins dank einer starken Phase zu Beginn der zweiten Hälfte zurück.

Mitte Februar hatte es dieses Duell zum letzten Mal in der Bundesliga und in der Red-Bull-Arena gegeben. Damals waren die Linzer als Tabellenzweiter angereist und übernahmen erstmals nach mehr als zehn Jahren wieder die Tabellenspitze, 17.218 Zuschauer sahen nämlich die erste Heimniederlage der Salzburger gegen einen österreichischen Gegner nach mehr als drei Jahren (2:3).

Red-Bull-Trainer Marsch hatte nach der 0:1-Blamage gegen die Admira zuletzt angekündigt, nicht mehr zu rotieren. Daran hielt sich der Amerikaner auch, obwohl ja am Mittwoch das wichtige Cup-Spiel gegen Rapid wartet und es im Bundesliga-Grunddurchgang eigentlich nur um halbe Punkte geht (Halbierung nach 22 Runden).

Ein Wechsel

Im Vergleich zum 0:2 am Mittwoch gegen Atletico Madrid gab es nur eine Veränderung: Der in der Champions League gesperrte Camara kehrte zurück in die Startelf. Koita musste auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Beim LASK gab es im Vergleich zum 3:1 bei Ludogorez Rasgrad in der Europa League drei Veränderungen: Die am Donnerstag im bedeutungslosen Gruppenspiel nicht anwesenden Trauner, Michorl und Gruber kehrten in die Mannschaft zurück.

Im Februar war das Duell der beiden momentan wohl besten Mannschaften Österreichs noch ein Chancen-Feuerwerk der attraktivsten Sorte gewesen. Das war der Hit am Sonntag nicht. Beide Teams, die ja einen ähnlichen Stil spielen, neutralisierten sich über weite Strecken.

Salzburg erwischte den besseren Start, ohne wirklich torgefährlich zu werden. Haarig war eine Szene in der 10. Minute: Daka lief Richtung LASK-Tor, spitzelte kurz vor der Strafraumgrenze den Ball weg, bevor er von Andrade getroffen wurde. Schiri Lechner, der gut 30 Meter weg stand, entschied auf Weiterspielen. Hätte er Foul gepfiffen, hätte er den LASK-Verteidiger ausschließen müssen.

Das 0:1 durch Eggestein

Nach 20 Minuten bekamen die Linzer das Spiel unter Kontrolle. Salzburg stand extrem tief, konnte sich kaum befreien, weil der Ball nach spätestens zwei Stationen verloren wurde. Das 0:1 war nur eine Frage der Zeit, in der 28. Minute fiel es: Nach einer traumhaften Flanke von Goiginger setzte Eggestein einen Kopfball perfekt. Der Deutsche hatte von der Salzburger Innenverteidigung auch nur Begleitschutz bekommen.

Salzburg brauchte lange, um sich von dem Schock zu erholen. Erst nach der Pause fand man zurück ins Spiel – auch dank des schnellen 1:1. Junuzovic hatte Szoboszlai herrlich freigespielt, dessen perfekten Stanglpass verwertete Daka problemlos (54.).

Der LASK begann ungewohnte Fehler zu begehen: Der sonst so sichere Keeper Schlager spielte Berisha den Ball genau vor die Füße. Der Deutsche zirkelte in einem Anfall von Genialität diesen aus großer Distanz zur 2:1-Führung ins lange Eck (62.).

In der Schlussphase riskierten die Linzer alles, scheiterten aber mehrmals an Keeper Stankovic und kassierten nach einem Mwepu-Sololauf den dritten Treffer. Der 3:2-Auswärtssieg im Februar bleibt damit der einzige LASK-Erfolg in den vergangenen zehn Pflichtspielen gegen den Serienmeister.

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