Bayern Munich vs FC Salzburg

© EPA / Lukas Barth-Tuttas

Sport Fußball
11/26/2020

Das Salzburger Champions-League-Credo: "Wir leben noch"

Trotz drei Niederlagen in Serie kann Österreichs Meister noch ins Achtelfinale aufsteigen - braucht dafür aber Hilfe der Bayern.

von Stephan Blumenschein

2:2 gegen Lok Moskau, 2:3 bei Atlético Madrid, 2:6 und 1:3 gegen Bayern München – das macht nur einen Punkt nach vier Spielen auf der Habenseite. So schlecht ist Salzburg überhaupt noch nie in eine Gruppenphase gestartet. Aber trotzdem – und das ist kurios – lebt die Chance auf Platz zwei in Gruppe A hinter den bereits als Gruppensieger feststehenden Bayern. Dank der Konkurrenz. Denn Atlético und Lok spielten auch im zweiten direkten Duell unentschieden. Auf ein 1:1 in Moskau folgte am Mittwoch in Madrid ein 0:0.

Für die Salzburger war das durchaus eine frohe Botschaft, die sie kurz nach der Niederlage in München erreichte. "Wir müssen stark bleiben, denn wir sind noch am Leben. Wir haben einen Punkt nach vier Spielen, aber wir können noch alles schaffen“, erklärte Trainer Jesse Marsch. Das machte die Enttäuschung über die 90 Minuten gegen den Champions-League-Titelverteidiger zuvor etwas erträglicher.

Kurze Pause

Schon am Dienstag geht es in Moskau weiter. Will man im Rennen um Platz zwei bleiben, dann muss man bei Lok gewinnen. Mit einem Sieg in Moskau würden die Salzburger Platz drei übernehmen. Dieser garantiert einen Startplatz im Sechzehntelfinale der Europa League und würde eine Wiederholung der Gruppenendplatzierung vor einem Jahr bedeuten, als man hinter Napoli und Liverpool landete.

Wollen die Salzburger allerdings mehr erreichen als bei der Champions-League-Premiere in der Ära Red Bull (also seit 2005), müsste zum Abschluss in Salzburg auch das Heimspiel gegen Atletico Madrid am 9. Dezember gewonnen werden.

Aus eigener Kraft können die Salzburger nicht mehr Gruppenzweiter werden und als erster österreichischer Verein überhaupt in der Champions League mit einer Gruppenphase ein Achtelfinal-Ticket lösen. Ohne Schützenhilfe der Münchner Bayern geht es nämlich nicht.

Hilfe von Alaba

"Ich habe David Alaba gefragt: Kannst du bitte die nächsten zwei Gegner schlagen, sodass wir noch eine Chance in der Gruppe haben?“, berichtete Marsch von einem Zwiegespräch mit Österreichs Topstar nach der Partie. "Er hat gesagt: Ja, wir werden es versuchen.“

An den Bayern sollte das Salzburger Vorhaben nicht scheitern. Dass die Münchner nach Madrid fahren, um sich einer Niederlage zu ergeben, würde nicht zur Mentalität des deutschen Rekordmeisters passen. "Das ist nicht unsere Einstellung und unsere Herangehensweise. Wir werden in den verbleibenden zwei Spielen versuchen, dass wir unsere Siegesserie fortführen“, erklärte Trainer Hansi Flick.

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