La Liga Santander - FC Barcelona v Celta Vigo

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Sport Fußball
05/31/2021

Copa America: Kein Heimvorteil für Superstar Messi

Argentinien gab das Turnier wegen Corona zurück, einspringen wird Brasilien, ein weltweiter Hotspot der Pandemie.

von Günther Pavlovics

Die Copa America wurde 1916 erstmals ausgetragen und gilt als das älteste Kontinentalturnier der Welt. 105 Jahre danach überschlugen sich in den letzten Tagen die Ereignisse.

Am 20. Mai entzog der Südamerikaverband Conmebol Kolumbien als Co-Veranstalter das Turnier wegen der politischen Unruhen im Land. Alleinveranstalter Argentinien sagte am Montag ab, weil das Land die schlimmste Phase der Corona-Pandemie durchlebt. Zwei Wochen vor Turnierbeginn sprang Montag mit Brasilien just einer der globalen Corona-Hotspots ein.

Fernandez vs. Bolsonaro

Der argentinische Präsident Alberto Fernández spottete anfangs über das chaotische Krisenmanagement seines Amtskollegen Jair Bolsonaro, der mit seinem Verharmlosungskurs das Nachbarland Brasilien ins Corona-Desaster führte.

In Brasilien wurde letzte Woche die Zahl von 450.000 Corona-Toten erreicht. Auch gemessen an der großen Bevölkerung von rund 211 Millionen Einwohnern verzeichnet das Land damit mehr Corona-Tote als die meisten europäischen Länder.

In Argentinien sah es lange so aus, als würde Präsident Alberto Fernández als linkspopulistischer Gegenspieler von Bolsonaro mit seinem rigorosen Kurs in Buenos Aires alles richtig machen. Der Regierungschef hatte am 20. Mai einen strikten Lockdown verordnet. Inzwischen steht er aber selbst am Pranger. Argentinien durchlebt derzeit die schlimmste Phase seit dem Corona-Ausbruch vor mehr als einem Jahr. Am Donnerstag gab es mit 41.080 eine Höchstzahl an Corona-Neuinfizierten, das Land hat rund 45 Millionen Einwohner. Allein in der letzten Woche kamen etwa 200.000 Neuinfektionen hinzu, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

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Impfstoffmangel

Und der Winter hat noch gar nicht richtig begonnen. Die Impfungen gehen schleppend voran. Fernández hat eigentlich auf Sputnik V gesetzt, doch die Russen haben Lieferprobleme. Laut Infobae warten sechs Millionen Argentinier auf die zweite Impfung. Noch dazu gibt es Zweifel an der Effizienz des Impfstoffs. Auch in Brasilien äußerten Wissenschafter erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit, Sputnik V ist dort nicht zugelassen.

Fast 75.000 Tote verzeichnet Argentinien inzwischen. 10,8 Tote gab es letzte Woche pro Million Einwohner; in Brasilien lag der Wert bei 8,7 Toten – Platz vier weltweit.

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