Sport | Fußball
16.08.2017

Champions League: ÖFB-Kicker im Ansturm

Acht Österreicher sind fix, sechs sind Außenseiter, vier davon schauten am Dienstag nur zu.

Bereits am 27. Juni hat der Weg nach Kiew mit den ersten Qualifikationsspielen begonnen. In der ukrainischen Metropole wird im nächsten Jahr, am 26. Mai 2018, das Endspiel der Champions League ausgetragen werden. 74 Qualifikationsspiele wurden in den ersten drei Runden gespielt. Am Dienstag begann die letzte Qualifikationsrunde, das Play-off, das von der UEFA bereits zentral vermarktet und in dem auf dem Spielfeld bereits die Hymne der Königsklasse gespielt wird.

Ein rot-weiß-rotes Trio in Diensten der TSG Hoffenheim will in diesem Jahr seine Premiere in der Champions League geben. Florian Grillitsch, Robert Zulj und Philipp Posch fehlten aber im Kader beim Play-off-Hinspiel daheim gegen den FC Liverpool. Zudem sind die Chancen auf die Champions League nach dem 1:2 gegen Liverpool nicht mehr hoch. Auch Trainer Adi Hütter erlitt mit seinen Young Boys aus Bern einen Rückschlag. Thorsten Schick saß beim 0:1 daheim gegen ZSKA Moskau (dummes Eigentor in der Nachspielzeit) aber nur auf der Bank.

Am Mittwoch bestreitet indes Alexander Gorgon das Hinspiel mit Rijeka beim griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus.

Antrittsgeld

Alle drei Österreicher-Klubs sind im Play-off Außenseiter, hoffen aber auf das große Geld. 12,7 Millionen Euro Antrittsgeld gibt es in der Gruppenphase, wo wiederum jeder Punkt 500.000 Euro wert ist.

Das sind freilich Peanuts für die Bayern. Der deutsche Rekordmeister wird da schon eher wieder einmal aufs Ganze gehen wollen. Nach dem Titelgewinn 2013 scheiterte man drei Mal im Halbfinale, heuer im Viertelfinale. Eine Konstante bei den Münchnern ist David Alaba. Seit 2009 hat der mittlerweile 25-Jährige nun bereits 60 Spiele in der Champions League bestritten, fünf Tore erzielt und zehn weitere vorbereitet.

Alaba ist nach einer leichten Blessur wieder fit. Bei einer erneuten Verletzung oder Sperre könnte er aber von einem anderen Österreicher ersetzt werden. Denn Marco Friedl ist mittlerweile voll und ganz bei den Bayern-Profis integriert. Auch am offiziellen Mannschaftsfoto ist er zu finden. Der 19-jährige Tiroler war früher Stürmer und wurde vor Jahren zum linken Verteidiger umfunktioniert. Auf der Alaba-Position fühlt sich der Unter-21-Teamspieler wohl.

Eine Premiere in der Champions League feiert RasenBallsport Leipzig. Der Red-Bull-Klub ist als Vizemeister in der Gruppenphase gesetzt. Ganz zur Freude von Ralph Hasenhüttl. Der Trainer hat mit Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzerund Konrad Laimerdrei Österreicher im Kader. Letzterer wird als Neuzugang vielleicht nicht gleich als Leistungsträger gesetzt sein. "Es gibt auf seiner Position große Konkurrenz", sagt Hasenhüttl über den zentralen Mittelfeldspieler. "Aber er wird bestimmt öfter in der Startformation stehen."

Reservist

Das ist von Kevin Wimmer nicht zu erwarten. Der Oberösterreicher geht in seine dritte Saison bei Tottenham Hotspur. Stammspieler war er noch nie. Das wird vermutlich auch Veli Kavlak nach mehreren Schulter-Operationen beim türkischen Meister und Champions-League-Starter Besiktas Istanbul nicht mehr werden.

Die Gruppenphase wird am 24. August ausgelost.

Wenig Betrieb am Nebenschauplatz

Salzburg, die Austria und Altach können sich für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren. Fixer Teilnehmer an der Gruppenphase ist bereits Trainer Peter Stöger mit dem 1. FC Köln durch den fünften Platz in der vergangenen Bundesliga-Saison ebenso wie Valentino Lazaro mit Hertha BSC. Die Berliner qualifizierten sich als Sechster ebenso direkt.

Sollten Hoffenheim, Rijeka und YB Bern mit ihren Österreichern im Play-off zur Champions League scheitern, werden die Klubs in der Europa League zu sehen sein und könnten dort auf Andreas Ivanschitz treffen. Der Ex-Teamkapitän kann sich mit Viktoria Pilsen qualifizieren. Gegner im Play-off ab Donnerstag ist AEK Larnaka.

Einige andere Österreicher sind mit ihren Klubs bereits ausgeschieden. Marc Janko etwa scheiterte mit Sparta Prag an Roter Stern Belgrad. Philipp Lienhart zog mit Freiburg gegen Domzale aus Slowenien den Kürzeren.

Das Finale der Europa League wird am 16. Mai 2018 in Lyon ausgetragen.