Citys Kompany im Kopfball-Fight mit Reals Casemiro.

© EPA/FACUNDO ARIZABALAGA

Champions League
04/26/2016

Müde Nullnummer zwischen ManCity und Real

Die Madrilenen müssen die Heimreise ohne Auswärtstor antreten.

Die Königlichen fühlen sich im Mutterland des Fußballs durchaus wohl. Seit März 2009, seit einem 0:4 gegen den FC Liverpool, hat Real Madrid kein Spiel in England verloren.

Dabei ist es auch am Dienstag geblieben. Mit einem 0:0 bei Manchester City im Hinspiel des Champions-League-Semifinales schafften die Spanier eine passable, aber keine ausgezeichnete Ausgangsposition für die bereits 14. Finalteilnahme im wichtigsten Klubbewerb Europas.

Bei Real fehlte er wegen einer Zerrung in der Oberschenkelmuskulatur. Und damit jener Spieler, der in dieser Saison schon 16 Champions-League-Tore erzielt hat. Er, das ist natürlich Cristiano Ronaldo.

Real spielte lange nicht wie Real, nämlich defensiv und nicht offensiv. Ganz sicher, weil vorne die wichtigste Anspielstation fehlte, die Lucas Vázquez nicht ersetzen konnte. Dass die Königlichen aber wissen, wie man verteidigt, bewiesen sie im City-of-Manchester-Stadium.

Hohes Tempo

Die Engländer spielten, wie man es sich von einer englischen Mannschaft erwartet, obwohl mit Keeper Hart ein einziger Engländer in der Startelf von Manchester City stand. Mit hoher Aggressivität und extrem viel Einsatz wurde versucht, das Tempo hochzuhalten.

Das gelang auch. Aber die Madrider Mauer stand felsenfest. Und wenn sie einmal zu wackeln schien, dann bewiesen die Verteidiger Pepe und Sergio Ramos, dass sie durchaus bereit sind, hart einzusteigen, wenn es nicht mehr anders geht.

Konsequenz der Spielweise war eine intensive erste Hälfte, in der es keine einzige Torchance gab, weil beide Defensivformationen ihre Arbeit auf Weltklasseniveau verrichteten.

Die zweite Hälfte begann mit so etwas wie einer Torchance: Sergio Agüero schoss aber deutlich über das Tor von Real (47.). Die Madrilenen waren ohne Karim Benzema aus der Kabine gekommen. Den Franzosen, der bei der EM in seiner Heimat nicht dabei sein darf, schmerzte das Knie. Jesé ersetzte ihn.

Die strikte Ordnung der ersten Hälfte ging nun zumindest etwas verloren. Beide Teams fanden nun auch Räume in den gegnerischen Strafräumen vor. Sergio Ramos prüfte mit einem Kopfball Hart nicht wirklich (53.).

Real-Trainer Zinedine Zidane übertrieb es an der Outlinie wieder einmal mit seinen Aktivitäten. Für seine Anzugshose war die Bewegungsfreude des Franzosen zu viel. Wie im Viertelfinale gegen Wolfsburg riss diese.

Zidanes Mannschaft kam immer besser in das nicht gerade hochklassige Spiel. Und es wurde immer enger für Manchester City. Jesé köpfelte an die Latte, wobei Hart den Ball wohl gehalten hätte, wäre er tiefer geflogen (71.). Insel-Heimkehrer Bale zirkelte den Ball an Hart, aber auch am Tor vorbei (74.). Bei einem Casemiro-Kopfball war Englands Teamkeeper mit dem Fuß zur Stelle (79.).

Reals Führung wäre längst verdient gewesen. In der 82. Minute hätte sie fallen müssen, doch Pepe schoss Hart aus drei Metern ab - anstatt ins Tor.

Es blieb beim 0:0, das Spannung im Rückspiel am kommenden Mittwoch in Madrid garantiert.

Manchester City - Real Madrid 0:0

Manchester, Etihad Stadium, 53.000 (ausverkauft), SR Cüneyt Cakir (TUR).

ManCity: Hart - Sagna, Kompany, Otamendi, Clichy - Fernandinho, Fernando - Navas (77. Sterling), De Bruyne, Silva (40. Iheanacho) - Aguero

Real: Navas - Carvajal, Ramos, Pepe, Marcelo - Modric, Casemiro, Kroos (90. Isco) - Bale, Benzema (46. Jese), Vazquez

Gelbe Karten: Silva bzw. Pepe, Carvajal

Rückspiel am 4. Mai (20.45 Uhr) in Madrid

Zweites Halbfinale (Hinspiel am Mittwoch, Rückspiel am 3. Mai): Atletico Madrid - FC Bayern München (Alaba)

Finale am 28. Mai in Mailand

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