Die Salzburger sind in Österreich wieder auf Meisterkurs.

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Sport Fußball
04/09/2019

Champions League: Das Zittern um den Fixplatz für Österreich

Vier der acht Viertelfinalisten könnten dem Bundesliga-Meister den Startplatz in der Gruppenphase noch streitig machen.

von Stephan Blumenschein

Es war ein großer Schritt Richtung Meistertitel, das 2:0 von Tabellenführer Salzburg bei Verfolger LASK, auch wenn Trainer Marco Rose tiefstapelt: „Es sind noch acht Spiele und 24 Punkte zu vergeben. Sieben Zähler Vorsprung sind sicherlich schön, doch wir sollten sachlich bleiben und am Boden.“

Der Deutsche hatte bereits vor Wochen das große Ziel für diese Saison ausgegeben: „Wir wollen uns mit dem Meistertitel für die Champions League qualifizieren.“ Doch ist das überhaupt möglich? Prinzipiell kann diese Frage positiv beantwortet werden. Doch ganz fix ist das noch nicht.

Österreichs Meister erhält nur dann (zum ersten Mal überhaupt) einen fixen Gruppenplatz in der Champions League, wenn der Gewinner dieser Saison sich auch über seine Liga direkt qualifiziert. Das war mit Ausnahme des Jahres 2012 (Chelsea) immer so.

In diesem Jahr ist das aber noch nicht so sicher. Am Dienstag und Mittwoch stehen die Hinspiele im Champions-League-Viertelfinale auf dem Programm. Und nur vier der acht Teilnehmer (Juventus Turin, Barcelona, Liverpool, Manchester City) sind schon über die eigene Liga fix oder so gut wie fix qualifiziert.

Wie es bei den anderen vier Teilnehmern ausschaut, darüber gibt der KURIER den Überblick ...

- FC Porto Der Champions-League-Sieger von 2004 hat seit damals, also seit 15 Jahren, nicht einmal das Semifinale erreicht. Auch in dieser Saison ist Porto im Viertelfinale gegen Liverpool trotz einer starken Gruppenphase vor dem Hinspiel am Dienstag (21.00 Uhr/KURIER-Liveticker) an der Anfield Road Außenseiter. In Portugal liegt Porto sechs Runden vor Saisonende hinter Benfica punktegleich auf Rang zwei. Nur der Meister ist fix für die CL-Gruppenphase der kommenden Saison qualifiziert. Liverpool geht als englischer Tabellenführer in die Partie. „Es ist in Anfield, es ist das Viertelfinale, das ist ein großes Ding“, sagte Liverpool-Trainer Klopp. Im Achtelfinale hatte sein Team die Hürde Bayern genommen. Klopp: „Wir mögen den Bewerb und werden alles versuchen, um ihn zu gewinnen.“

 

- Tottenham Hotspur Die Londoner sind in der Premier League zwar am Montag von Chelsea (2:0 gegen West Ham United) als Tabellendritter abgelöst worden, liegen aber immer noch auf einem der vier Champions-League-Plätze – der Vorsprung auf den Fünften Arsenal beträgt allerdings nur einen Punkt. Im CL-Viertelfinale treffen die Spurs auf Manchester City, das Hinspiel steigt am Dienstag in London (21.00 Uhr/KURIER-Liveticker). Es ist das erste internationale Spiel im gerade neu eröffneten Tottenham Stadium. Während City am Samstag mit einem 1:0 gegen Brighton & Hove Albion das FA-Cup-Finale erreichte, hatten die Spurs sechs Tage spielfrei. „Natürlich ist das ein Vorteil“, sagte City-Coach Pep Guardiola. „Aber wenn man um alle Titel kämpft, muss man dem trotzen.“

- Ajax Amsterdam Der niederländische Vizemeister ist das Überraschungsteam dieser Saison – immerhin konnte Seriensieger Real ausgeschaltet werden. Außenseiter ist Ajax auch im Viertelfinale gegen Juventus (Hinspiel am Mittwoch in Amsterdam). Der Champions-League-Sieger 1995 kann sich nur mit einem Gewinn der Champions League direkt für die Gruppenphase 2019 qualifizieren, denn den Niederlanden steht nächste Saison kein fixer CL-Startplatz zu. Meister und Vizemeister müssen in die Qualifikation, in der niederländischen Liga liegt Ajax derzeit auf Platz eins – punktegleich mit PSV Eindhoven und satte 18 Punkte vor dem Tabellendritten Feyenoord Rotterdam.

 

- Manchester United Seit der Norweger Ole Gunnar Solskjær Starcoach Jose Mourinho abgelöst hat, läuft es beim Champions-League-Sieger der Jahre 1999 und 2008 wieder ganz gut. Im CL-Achtelfinale konnte immer Paris Saint-Germain ausgeschaltet werden - und das trotz einer 0:2-Heimniederlage im Hinspiel. Im großen Schlager des CL-Viertelfinale wartet mit dem FC Barcelona nun ein ähnlich großes Kaliber. Im Hinspiel am Mittwoch hat United Heimvorteil. In der Premier League ist der englische Rekordmeister aktuell Sechster. Einer der vier  Champions-League-Fixplätze ist bei nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten Tottenham allerdings noch in Reichweite.

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