Barcelona wirft ManCity raus

SPAIN SOCCER UEFA CHAMPIONS LEAGUE
Foto: APA/EPA/TONI ALBIR Lionel Messi brachte Barcelona in Führung.

Die Katalanen gewinnen auch das Rückspiel. Paris Saint-Germain hat mit Leverkusen wenig Mühe.

Es war einfach kein Tag für Fußball-Wunder. Schon gar nicht in den zwei Achtelfinal-Rückspielen der Champions League. Barcelona und Paris St. Germain, nach Auswärtssiegen in den Hinspielen daheim umso mehr in der Favoritenrolle, ließen sich die berühmte Butter nicht mehr von besagtem Brot nehmen, gewannen und stehen im Viertelfinale.

Barcelona besiegte nach dem 2:0 aus dem Hinspiel Manchester City auch daheim, 2:1. Paris gab sich im Prinzenpark gegen Leverkusen keine Blöße und gewann ebenfalls 2:1.

Manchester begann engagiert in Barcelona, allerdings Zählbares erreichte man damit nicht. Barcelona kam von Minute zu Minute besser in Schuss, ein klares Elferfoul an Messi wurde nicht geahndet, ein Tor von Neymar zu Unrecht wegen Abseits nicht anerkannt. Barcelona dominierte, hatte aber den Unparteiischen nicht auf seiner Seite. Neymar und Xavi ließen in der ersten Hälfte zudem Top-Chancen ungenützt.

Nach der Pause kämpfte sich Manchester zurück in das Spiel, hatte auch gute Möglichkeiten durch Nasri und Zabaleta. Der Torjubel blieb aus. Barcelonas Superstar Messi, für den Manchester City angeblich 200 Millionen Euro bieten möchte, wurde zunächst mit einem Stangenschuss vorstellig, in der 67. Minute wurde er noch genauer und traf zum 1:0.

Das war’s, für Barcelona der Aufstieg ins Viertelfinale, für City das Aus. Im Finish glich Kompany zwar noch aus, aber Dani Alves stellte postwendend auf 2:1.

Mit Anstand

Leverkusen hatte in Paris ein Ziel. Nicht schon wieder unterzugehen wie beim 0:4 in der eigenen Arena. Man wollte sich mit Anstand aus der Champions League verabschieden, was letztlich auch gelang.

Sam sorgte per Kopf für die frühe Führung (6.), Marquinhos glich wenig später (13.) ebenfalls mit erhobenem Haupt aus. Zwischendurch testete Ibrahimovic mit einem Schuss die Stabilität der Querlatte, Rolfes scheiterte auf der anderen Seite mit einem Elfmeter an Paris-Goalie Sirigu.

Nach der Pause stellte Lavezzi mit dem 2:1 für Paris das Kräfteverhältnis in diesem Duell wieder her. Leverkusens Can sah noch dazu die Gelb-Rote Karte.

Mittwoch-Ergebnisse

FC Barcelona - Manchester City 2:1 (0:0)
Barcelona, Camp Nou
Tore: Messi (67.), Dani Alves (91.) bzw. Kompany (89.)
Gelb-Rot: Zabaleta (Manchester/78.)
Hinspiel 2:0, Barcelona mit Gesamtscore von 4:1 im Viertelfinale.

Paris St. Germain - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)
Paris, Prinzenpark-Stadion, 40.000
Tore: Marquinhos (13.), Lavezzi (53.) bzw. Sam (6.)
Gelb-Rot: Can (Leverkusen/68.)
Hinspiel 4:0, PSG mit Gesamtscore von 6:1 im Viertelfinale.

Allzu groß war die Hoffnung der Leverkusener nach der 0:4-Hinspielpleite gegen Zlatan Ibrahimovic & Co. nicht gewesen, doch noch den Aufstieg ins Viertelfinale zu schaffen. Etwas größer wurde sie durch den frühen Führungstreffer von Sidney Sam. Er traf schon in Minute sechs per Kopf. Wenige Minuten später jubelten dann aber wieder die Pariser. Marquinhos köpfelte nach einem Eckball zum Ausgleich ein. Etwas spannender wäre es geworden, hätte Simon Rolfes vom Elfmeterpunkt getroffen. Hat er aber nicht. Allerspätestens mit dem 2:1-Führungstreffer von Lavezzi war dieses Achtelfinal-Duell endgültig entschieden. Dass die Partie in Barcelona in der ersten Halbzeit torlos blieb, war vor allem auch die Schuld der Unparteiischen. Einem Treffer von Neymar wurde wegen angeblicher Abseitsstellung zu Unrecht die Anerkennung verweigert, ein Foul an Messi im Strafraum hatte keinen Elferpfiff zur Folge. Die beste Chance für Manchester City in den ersten 45 Minuten vergab Samir Nasri, der Barca-Keeper Valdes direkt in die Arme schoss. In einem offenen Schlagabtausch waren Chancen auf die Führung auf beiden Seiten vorhanden. Allein, es haperte am Torabschluss. Pablo Zabaleta hätte das Duell zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal so richtig spannend machen können, verzog aber knapp und wurde später des Feldes verwiesen. So war es wieder einmal Lionel Messi vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. In typischer Messi-Manier lupfte er den Ball mit links ins lange Eck. Wohl dem, der einen Messi(as) hat. Den späten Ausgleich durch Kompany konterte Dani Alves mit dem noch späteren Siegtreffer. Die gute Nachricht für alle Fans der gepflegten Fußballkunst: Zlatan Ibrahimovic und ... ... Lionel Messi werden auch im Viertelfinale zu bestaunen sein.
(KURIER / ab) Erstellt am
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