Former England striker Michael Owen (R) attends the draw for the 2013/2014 UEFA Champions League Cup soccer competition at Monaco's Grimaldi Forum in Monte Carlo August 29, 2013. REUTERS/Jean Pierre Amet (MONACO - Tags: SPORT SOCCER)

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Champions League
08/29/2013

Undankbares Los für die Austria

Die "Veilchen" bekommen es in der Königsklasse mit Porto, Atletico Madrid und St. Petersburg zu tun.

von Alexander Strecha

So richtig freuen konnten sie sich nicht, die Austrianer. Real wäre noch zu haben gewesen, ebenso Barcelona. Die Austria wurde als Letzter gezogen – und Manager Markus Kraetschmer hatte danach kein Lachen im Gesicht. Atletico Madrid, Zenit St. Petersburg und Porto wurden es am Ende. Starke Gegner, gegen die nicht viel zu holen sein wird, umgekehrt aber kein Kracher der allerersten Kategorie, der das Happel-Stadion in Windeseile gefüllt hätte. Kraetschmer geht dennoch von einem gut gefüllten Haus aus. „Es hätte attraktivere Gegner gegeben, aber die Euphorie bei der Austria ist groß.“

Der Verkauf der Dreier-Abos beginnt für Mitglieder und Abonnenten am 5. September, ab 9. September gibt es die Tickets im freien Verkauf.

Sportlich sind die Aufgaben sehr reizvoll, wie Trainer Nenad Bjelica bestätigt: „Ich habe mir eine spanische Mannschaft gewünscht. Ich freue mich auf Atletico und Trainer Simeone, gegen den ich noch gespielt habe einst.“

Auch die zwei anderen Gegner haben große Klasse: „Porto hat die Champions League gewonnen. Zenit ist vielleicht nicht so attraktiv, aber sehr stark.“

Die Gruppenphase der Champions League ist für die Wiener ohnehin ein halbes Lehrjahr: „Diese sechs Spiele sind ein Privileg. Wir haben unsere Ziele eigentlich schon übertroffen“, so Bejlica. „Die Gruppenphase ist eine Belohnung für die Spieler. Jeder wird zum Einsatz kommen. Wir wollen das genießen und dazu lernen.“ Marko Stankovic hatte gemischte Gefühle: „Es hätte attraktiver sein können. Aber wir sind froh, überhaupt dabei zu sein.“

„Unseren Fans wäre es lieber gewesen, dass wir gegen die andere Mannschaft aus Madrid gespielt hätten“, weiß Heinz Lindner. „Die Gruppe ist extrem stark.“

Die Gruppen A - H

Gruppe G

Mittwoch, 18.09.2013:
Austria Wien - FC Porto (20.45 Uhr MESZ)
Atletico Madrid - Zenit St. Petersburg (20.45)

Dienstag, 1.10.2013:
Zenit St. Petersburg - Austria Wien (18.00 Uhr MESZ)
FC Porto - Atletico Madrid (20.45 Uhr)

Dienstag, 22.10.2013:
FC Porto - Zenit St. Petersburg (20.45)
Austria Wien - Atletico Madrid (20.45)

Mittwoch, 6.11.2013:
Zenit St. Petersburg - FC Porto (18.00)
Atletico Madrid - Austria Wien (20.45)

Dienstag, 26.11.2013:
FC Porto - Austria Wien (20.45)
Zenit St. Petersburg - Atletico Madrid (18.00)

Mittwoch, 11.12.2013:
Austria Wien - Zenit St. Petersburg (20.45)
Atletico Madrid - FC Porto (20.45)

Die Gegner der Austria

Der Serienmeister fühlt sich in Wien wohl

Zweimal gewann der FC Porto die Königsklasse des europäischen Fußballs. Das erste Mal im Jahr 1987 – durch einen 2:1-Finalerfolg gegen Bayern München im Wiener Praterstadion, das mittlerweile Ernst-Happel-Stadion heißt.

In Wien fühlen sich die Portugiesen überhaupt wohl, denn auch die beiden anderen Spiele in Österreichs größter Arena wurden gewonnen: 2002 mit einem damals noch unbekannten Jose Mourinho auf der Trainerbank wurde die Austria im UEFA-Cup 1:0 besiegt. Vor drei Jahren reichte es in der Europa-League-Gruppenphase trotz ungewohnten Schneebodens gegen Rapid zu einem 3:1-Erfolg.

Portugals Serienmeister, der neun Titel seit 2003 holte, geht mit einer Mannschaft ohne großen Star, aber mit einem äußerst talentierten Kollektiv in die Champions-League-Gruppenphase.

Interessantester Spieler ist der Torjäger aus Kolumbien: Jackson Martinez. Der 26-Jährige, den Porto erst vor einem Jahr für rund 8,8 Millionen Euro vom mexikanischen Chiapas FC verpflichtete und der Marc Janko aus dem Team verdrängte, erzielte in seiner ersten Saison für die Portugiesen 37 Tore in 46 Pflichtspielen.

Weitere bekannte Spieler sind der argentinische Kapitän Lucho Gonzalez, der Belgier Steven Defour und der Russe Marat Ismailov.

Der Klub von Gazprom

55 Millionen Euro für den brasilianischen Teamstürmer Hulk, 40 Millionen Euro für den belgischen Teamspieler Alex Witsel: Kein anderer russischer Klub hat jemals in einer Saison so viel Geld ausgegeben wie Zenit St. Petersburg – trotzdem reichte es für den Klub des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom nur zu Platz zwei in der Premier Liga hinter dem Dauerrivalen ZSKA Moskau.

Der italienische Trainer Luciano Spalletti kann auf ein Klasseensemble zurückgreifen mit den Russen Andre Arschawin, Alexander Kerschakow, Sergej Sekam, und Roman Schirokow, Ex-Bayern-Legionär Anatoli Timoschtschuk aus der Ukraine und dem Portugiesen Danny .

Publikumsmagnet im Schatten der Giganten

Atletico Madrid ist ein großer Klub mit einer großen Fanbasis. Fast 50.000 Zuschauer strömen Spiel für Spiel ins Vicente-Calderón-Stadion. Trotzdem ist Atletico in der Zuschauergunst nur die Nummer drei Spaniens – wie derzeit auch sportlich.

Als Dritter der Primera Division hinter den Giganten FC Barcelona und Real Madrid qualifizierte sich die vom Argentinier Diego Simeone betreute Mannschaft direkt für die Gruppenphase.

Der große Star der Mannschaft ist ein Neuzugang: Welt- und Europameister David Villa wurde von Barcelona geholt. Der Torjäger hatte nach einem Schienbeinbruch im Dezember 2011 seinen Stammplatz bei den Katalanen verloren und wagt nun in Madrid einen Neustart.

Aber Villa ist nicht der einzige interessante Spieler bei Atletico. Der 21-jährige Belgier Thibaut Courtois gilt als größtes Tormanntalent der Welt, Innenverteidiger Diego Godin ist Stammkraft beim WM-Vierten Uruguay. Mittelfeldspieler Koke gehört zu den größten Talenten Spaniens.

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