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Zwei Ausschlüsse und kein Sieger bei Sturm gegen den LASK

In einem turbulenten und intensiven Duell um Platz 1 in der Tabelle gab es ein 1:1. Die Grazer führen zwei Punkte vor dem LASK, aber nur noch einen vor Salzburg.
Sturm LASK Fußball

Es war doch einigermaßen viel  los an diesem Mittwochabend in Graz. Und am Ende eigentlich  gar nichts: Sturm und LASK trennten sich auch im zweiten Aufeinandertreffen innerhalb von vier Tagen 1:1. Damit bleibt alles beim Alten  – die Grazer rangieren weiterhin zwei Punkte vor den Linzern. Nach den 90 Minuten, die der LASK mit nur neun Mann beendete, gab es dennoch viel Gesprächsstoff.  

Heißer Start

Die Grazer begannen mit viel Engagement im Spiel nach vorne, auch mit dem Gedanken, Aktionen der offensiv starken Linzer gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sturms Malone ging schon nach einer Minute zu Boden – aber kein Elfer. Die Linzer hielten  dagegen – und gingen dabei zumindest in Person des Brasilianers Tornich zu weit. 

So sah  der Verteidiger schon nach sechs Minuten vom Schiedsrichter Talic Gelb, zwölf  Minuten  darauf sogar die Ampelkarte. Die erste Chance hatten dennoch kurz zuvor die Gäste gehabt, Adeniran zeigte mit einem Schuss seine Gefährlichkeit. 

Sturm übernahm aufgrund der numerischen Überlegenheit das Geschehen, die Versuche endeten zumeist stümperhaft. Jatta übersah seinen in der Mitte völlig frei stehenden Kollegen Malone und rannte sich in der LASK-Abwehr fest.

Gefährlich wurde es nur, wenn Kiteishvili am Ball war, sein Schuss aus rund 20 Metern klatschte an die Stange. (42.). Kurz darauf prüfte Malone Goalie Jungwirth mit einem Schuss. Positiv hervorzuheben  im Spiel war die Leidenschaft, es waren eher die spielerischen Elemente, die wie so oft in der Bundesliga Leiden schafft. An diesem Abend spielte immerhin der Erste gegen den Zweiten.  

Gefährlicher Usor

Die Sturm-Fans hatten wohl noch nicht einmal Platz genommen, da hatten die Linzer durch Usor schon die erste Möglichkeit nach der Pause. Dafür kam Malone völlig frei zum Schuss – getroffen hat aber der LASK, der bewies, die besseren Offensivspieler in den Reihen zu haben. In der 52. Minute nahm sich  Moses Usor  ein Herz – sein Schuss passte genau ins Eck. Zuvor war Kapitän Horvath der Sturm-Defensive auf und noch viel mehr  davon gelaufen. 

Bei den Grazern hatte man das Gefühl, dass nur Kiteishvili Zählbares einfahren konnte – sein Schuss verfehlte aber das bestimmte Ziel weit. Dann wurde es ruppiger. Nach einigen ruppigen Fouls der LASK-Spieler sah auch Adeniran die Ampelkarte (68.). Jetzt warf Sturm natürlich alles nach vorne, brachte Offensivgeist Mamageishvili für Verteidiger Aiwu. 

Fehlender Knipser

Die Bemühungen wurden belohnt, nach einem Foul von Coulibaly an Mamageishvili gab es nach VAR-Überprüfung Elfer, den wie im Spiel am Sonntag in Linz Otar Kiteishvili verwandelte (78.). 

Die Grazer drängten auf den Siegestreffer – taten dies aber mit untauglichen Mitteln, auch weil der LASK aufopfernd kämpfte. Zumindest sind die Steirer nun neun Spiele ungeschlagen. 

Am meisten gefallen hat dies wohl Salzburg – sie liegen als Zweiter nur noch einen Punkt hinter Sturm.

Ausschlüsse "berechtigt"

LASK-Trainer Didi Kühbauer wusste, dass es ein "hitziges Spiel wird, aber dass noch zwei Ausschlüsse dazukommen, mit dem habe ich nicht gerechnet. Aber alle gelbe Karten und auch der Elfer waren berechtigt." Stolz ist er auf sein Team. "Ich gratuliere meiner Mannschaft, sie hat nichts zugelassen."

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch war enttäuscht. „Wir haben die große Chance vergeben, dem LASK davon zu ziehen.“

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