Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Rapid vergibt Elfmeter, Hartberg ist wieder effizient und siegt

Rapid ist weg vom Titelrennen. Topchancen wie ein Elfmeter wurden vergeben, ehe Hartberg zum 2:0-Sieg traf. Hartberg-Trainer Manfred Schmid hört auf.
Rapid vs. Hartberg

Die Rückkehr der Fans in den vollen Block West endete mit dem Abschied von Rapid aus dem Titelrennen. Während Hartberg wieder extrem effizient war, vergaben die Rapidler beim 0:2 Topchancen wie einen Elfmeter.

Für die Hartberg-Spieler hatte es eine ungewöhnliche Matchvorbereitung gegeben: Trainer Manfred Schmid verkündete, dass er mit Saisonende den Verein verlassen wird.

Bislang hatte es keine echten Verhandlungen über eine Verlängerung des Vertrags gegeben, Schmid zog die Konsequenzen: „Es war Zeit, für alle Klarheit zu schaffen. Viel mehr als ein Cupfinale und ein Top-6-Platz ist ohnehin nicht zu schaffen.“

Auf der Tribüne sah der gesperrte Schmid, der von Christian Mayrleb vertreten wurde,  dann eine ähnliche Partie wie am Sonntag: Rapid war dominant, Hartberg lauerte auf Konter.

Bei den Hütteldorfern hatte ein Stürmer (Dahl) einen Verteidiger (Schöller) ersetzt, gleich blieb wie in Hartberg, dass bei Ballbesitz im 4-2-3-1 angegriffen wurde. Bei den Steirern ersetzte ein Defensivspieler (Kovacevic) hingegen einen Stürmer (Havel), deswegen wurde im 5-4-1 ohne den nach dem Aufwärmen ausgefallenen Konstantin Schopp noch massiver verteidigt.

Viele Chancen, kein Tor 

Die erste Topchance gab es in Minute 18: Andreas Weimann hatte den Ball erkämpft, zog in den Strafraum und wurde dort von Niki Wurmbrand freigespielt. Unbedrängt vom Elfmeterpunkt setzte Weimann den Schuss neben das Tor.

War diese Chance wie ein Elfer, gab es nach 23 Minuten tatsächlich einen. Nosa Dahl wurde im Dribbling von Luca Pazourek gefoult. Bendeguz Bolla – an sich ein sicherer Schütze – schoss schwach und setzte den Penalty klar am Tor vorbei. 

Nach einem Eckball kam Serge-Philippe Raux-Yao am Fünfer zum Schuss – geblockt (32.). Zu dieser Zeit hatte Rapid eine gewonnene Zweikampfbilanz von über 80 Prozent und schnürte die Gäste ein, das 1:0 schien eine Frage von Minuten.

Ein Angriff, ein Tor

Tatsächlich fiel der Treffer auf der Gegenseite. Hartberg fand beim ersten (!) geordneten Angriff Jürgen Heil. Der Kapitän ließ Nenad Cvetkovic per Gurkerl stehen und vollendete gekonnt – 0:1 (34.).

In Minute 39 verzweifelten die 18.300 Rapid-Fans endgültig: Eine Ahoussou-Flanke köpfelte Ercan Kara stark aufs lange Eck, aber die Stange war noch im Weg.

Nach der Pause gab es die Wiederholung – diesmal hielt  Ritzy Hülsmann gegen Kara stark (56.). Die Rapidler wurden fehlerhafter, Yusuf Demir und Tobias Gulliksen sollten die Heim-Blamage verhindern (70.). Hülsmann hielt gegen Kara wieder (79.).

Meisterliche Effizienz wie beim 2:2 zeigte wieder Hartberg: Joker Elias Havel wurde es im Konter von Cvetkovic allerdings auch viel zu einfach gemacht  (82.).

Mit dem 0:2 ist klar, dass Rapid am Sonntag gegen Salzburg nicht den  geplanten Angriff nach oben starten wird.

Erneut geht es nur noch darum, die Europacup-Qualifikation zu retten. 

Kommentare