Schwaches Spitzentrio: Auch Salzburg ließ Punkte liegen
Heißes Spiel in Graz zwischen dem GAK und Salzburg
Sturm hatte am Samstag dem mit dem Abstiegskampf betrauten GAK nicht geholfen, unterlag beim Konkurrenten WSG 0:1. Der GAK hingegen leistete im Kampf an der Tabellenspitze etwas Schützenhilfe und rang Salzburg beim 1:1 einen Punkt ab. Die Bullen lachen dennoch von der Spitze, punktegleich mit dem LASK, Sturm liegt zwei Punkte dahinter und wurde am Abend noch von der Austria überholt, die einen Punkt hinter dem Spitzenduo liegt.
Der GAK begann sehr engagiert, zwei Freistöße in den ersten drei Minuten zeugen von einem feinen Angriffsgeist. Einen davon erwischte Stürmer-Routinier Maderner mit dem Kopf, der Ball landete aber neben dem Tor.
Es ging rassig weiter, auch die Salzburger kamen durch Konate zu einer Topchance, GAK-Goalie Stolz hielt. Im Gegenstoß wurde auf der anderen Seite angeschrieben: Maderner umtanzte Goalie Schlager und verfehlte nur knapp, der Deutsche Leon Klassen brachte den Ball in die Mitte, wo der junge Salzburger Drexler den Ball ins eigene Tor abfälscht (16. Minute). Nur sieben Minuten später musste Stolz bei einem Konate-Versuch klären. Da wäre mehr möglich gewesen.
Ausgleich durch Konate
Recht zügig ging es bis zur Pause weiter, viele Chancen wurden kreiert, entstanden aber auch durch Unzulänglichkeiten der Gegner. In der 40. Minute gipfelte eine schöne, schnelle Kombination im Ausgleich. Nach einer schönen Hereingabe von Krätzig verwertete Karim Konate.
Abwechslungsreich und mit leichten Vorteilen für die jedoch nicht wirklich überragenden Favoriten ging es auch nach der Pause weiter. Alajbegovic, Gadou und Baidoo vergaben für die Gäste, beim GAK, bei dem mit Goalie Stolz, Olesen, Klassen und dem eingewechselten Grosse vier Neue ihr Heim-Debüt in der Liga gaben, kam Satin aus der Distanz zu einer Möglichkeit. Auch Maderner trug sich in die Rubrik Chancen ein. Die Aktionen der Grazer waren gefällig, aber oft nicht mit Nachdruck zu Ende gespielt.
Keiner war zufrieden
Am Ende tat sich wenig - ein gerechtes Remis war nicht gefährdet. „Ich habe nach dem Spiel gemischte Gefühle, wir sind Vorletzter, spielen gegen den Tabellenführer und sind trotzdem nicht glücklich über das Ergebnis. Ich meine, mit etwas Glück wäre ein Sieg möglich gewesen, vor allem wenn ich sehe, wie wir bis zur Minute 35 gespielt haben", trauert GAK-Coach Ferdinand Feldhofer einem möglichen Sieg nach.
„Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden, auch nicht mit der Anfangsphase des Spiels, da waren wilde Sachen dabei. Wir haben nach dem 0:1 das Spiel in den Griff gekriegt, dann aber die wenigen, aber doch klaren Situationen nicht genutzt und fahren mit einem enttäuschenden Ergebnis nach Hause", erklärt Salzburg-Trainer Thomas Letsch.
Jubel bei BW Linz
WAC bleibt in der Krise
Der WAC kommt unter Trainer Ismail Atalan nicht wirklich vom Fleck. Beim Schlusslicht BW Linz setzte es eine 1:2-Niederlage, die Oberösterreicher verkürzten damit den Rückstand auf den Vorletzten GAK auf drei Zähler.
Den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Michael Köllner leitete mit Shon Weissman just ein Stürmer ein, der bei den Kärntnern eine erfolgreiche Zeit verbracht hatte. Der Israeli traf in der 44. Minute aus einem Elfer, Seidl war zuvor im Strafraum von Matic gefoult worden. Der 36-jährige Ronivaldo traf in der 80. Minute zur Vorentscheidung, der Treffer von Emmanuel Chukwu (94.) kam zu spät.
Die Wolfsberger stehen nach sieben Partien unter Coach Atalan bei fünf Pleiten, nur einem Sieg und einem Remis. „Der Ist-Zustand ist, dass von Spielerseite mehr kommen muss. Ich glaube aber nicht, dass es an der Einstellung liegt. Wir sind über 90 Minuten zu fahrig“, sagt der Deutsche. Mehr Freude hatte dessen Landsmann Köllner nach seiner Premiere. „Wir haben alles investiert, alles gegeben und verdient gewonnen.“
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