Knalleffekt: Die Austria gewinnt erstmals gegen Salzburg seit 2018
Das Warten hat ein Ende, nach 54 Tagen Pause rollt der Ball auch in Österreich wieder. Während etwas weiter südlich die Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina eröffneten wurden, sorgten Salzburg und die Austria für den Frühjahrsankick in der österreichischen Bundesliga.
Und es begann mit einem Knall: Die Austria feierte einen 2:0-Erfolg, und somit den ersten Sieg gegen die Bullen seit 2018 und 24 erfolglosen Anläufen. In Salzburg war es für die Veilchen der erste Sieg seit 2014.
Da es für die Austria im Gegensatz zu Salzburg das erste Pflichtspiel des Jahres war, kam es ein wenig überraschend, dass die Wiener nach 20 Minuten das Heft in die Hand nahmen. Barry traf nach Sturmlauf und Doppelpass genau ins Kreuzeck (21.) – ein Traumtor. Die Salzburger hatten sich davor gegenseitig aus dem Weg geräumt.
Die Hausherren waren geschockt. Und kassierten gleich das zweite Gegentor. Nach einer Saljic-Ecke fiel der Ball Eggestein vor die Füße – und der Stürmer konnte gar nicht mehr anders, als den Ball ins Tor zu befördern (24.). Die Salzburger Abwehr sah – wie mehrmals an diesem Abend – nicht gut aus. Was war nur mit dem Tabellenführer los?
Wenn’s nicht läuft, dann kommt auch noch Pech dazu: Der vermeintliche Anschlusstreffer von Baidoo wurde wegen Abseits vom VAR zurückgenommen (31.). Sonst gelang Salzburg nicht viel. Auch, weil die Austria hinten dicht machte – und vorne durch Barry beinahe noch erhöhte (42.).
Bei den Salzburgern stand Neuzugang Damir Redzic nicht im Kader. Entgegen der Ankündigung von Coach Letsch. Der Ungar musste noch eine Sperre absitzen, die er in der slowakischen Liga für eine Tätlichkeit kassierte.
Barry bärenstark
Salzburg kam zwar mit mehr Schwung aus der Kabine, die Austria – angeführt vom überragenden Barry – ließ aber nichts mehr anbrennen. Sahin-Radlinger entschärfte einen Baidoo-Schuss (52.).
Die Hausherren machten Druck, doch die violette Abwehr stand. Für die Salzburger nach starker Vorbereitung und guten Leistungen in Cup und Europa League ein Rückschritt, den kaum jemand kommen sah. Für die Austria, be der U17-WM-Held Markovic noch sein Debüt gab, ein großer Schritt Richtung Meistergruppe.
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