Maximilian Sax setzte den Schlusspunkt.

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Bundesliga
03/29/2014

Admiraner schicken Grödig ins nächste Debakel

Zehn Gegentore binnen einer Woche: Grödig erreicht den Tiefpunkt, die Admira hingegen Platz acht.

von Philipp Albrechtsberger

Eine Trommel, zwei Fahnen. Das war’s dann auch schon, was die Fan-Unterstützung aus Grödig in der Südstadt anging. Gut, viel mehr hatte der Aufsteiger im Auswärtsspiel gegen die Admira auch nicht verdient gehabt: Drei Tage nach dem 0:6-Debakel gegen Sturm Graz präsentierten sich die Salzburger auch in Niederösterreich desolat.

Mit vier Umstellungen hatte Grödig-Trainer Adi Hütter eine Reaktion gezeigt. Selbiges erwartete er auch von seiner Mannschaft. "Eine Antwort ist sie noch schuldig geblieben. Aber ich muss meinen Spielern jetzt die Hand reichen", sagte er. Am Montag muss Hütter sich entscheiden, ob er Grödig-Coach bleiben will.

Der 4:0-Sieg der Admira war nicht nur völlig verdient, er bedeutete auch zwei Abschiede: Während für Grödig das Thema Europacup laut Hütter "Geschichte ist", hat die Admira das Abstiegsgespenst wohl aus der Südstadt vertrieben. Sechs Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Innsbruck komfortable elf Punkte.

Nicht nur die Tabelle spricht mittlerweile für die Erstklassigkeit der Admiraner, auch ihr Auftreten. Bevor Katzer per Kopf (32.) und Schicker mit einem Heber (37.) für klare und verdiente Verhältnisse sorgten, vergab der auffällige Schick drei Mal alleine vor dem Tor.

Doch der Außenspieler sollte noch jubeln dürfen: In einer mäßigen zweiten Hälfte, in der die Admira Gegner und Tempo zu kontrollieren verstand, traf Schick zur Entscheidung (73.). Den Endstand besorgte Sax mit einem Schuss ins Kreuzeck (90.). Die Grödig-Fahnen waren da längst verstaut.

30. Runde

FC Admira Wacker Mödling - SV Grödig 4:0 (2:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.511 Zuschauer, SR Lechner

Tore:
1:0 (32.) Katzer
2:0 (37.) Schicker
3:0 (73.) Schick
4:0 (89.) Sax

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Schösswendter, Katzer, T. Weber - Ebner, Auer - Schick (76. Sax), Thürauet (65. Schwab), Domoraud - R. Schicker (72. B. Sulimani)

Grödig: Fend - Hart, Tschernegg, Karner, Martschinko - Perchtold - Huspek, Nutz (46. Trdina), Leitgeb, Tomi – Elsneg

Gelbe Karten: Thürauer, Schicker bzw. Karner, Elsneg

Die Besten: Katzer, Ebner, Weber, Schick bzw. Leitgeb, Huspek

„Admira war die weit bessere Mannschaft“

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Am Anfang hatten wir Probleme mit ihnen. Dann sind uns aber unsere Konter über die Seiten gut gelungen, aus denen wir drei Tore hätten schießen können. Die Tore sind dann aber doch noch gefallen. In der zweiten Hälfte haben wir teilweise beeindruckend gespielt. Wir haben nach dem Punkteabzug immer an das Wunder geglaubt, aber auch gedacht, dass es länger dauert, dieses zu schaffen. Der gesamte Kader hat sich sehr gut entwickelt. Grödig hat einen großartigen Herbst gespielt, aber jetzt auch durch Verletzungen Probleme."

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Gratuliere zum verdienten Sieg, die Admira war die weit bessere Mannschaft. Defensiv hatten wir das ganze Spiel über unsere Probleme, und im Angriff sind wir nie richtig gefährlich geworden. Es ist derzeit der Wurm drinnen. Wir sind aber auch nicht mehr die Mannschaft vom Herbst, jede Woche fehlt ein anderer, während die Admira heute beispielsweise Schwab, Sulimani und Ouedraogo auf der Bank hatte. Mit diesem Kader können wir mit Rapid und Austria im Kampf um die Europa-League-Plätze nicht mithalten."

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