Motiviert bis in die Haarspitzen: Austria-Spieler Rotpuller.

© Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber

Bundesliga
09/26/2015

Austria-Heimsieg gegen Schlusslicht WAC

Die Wiener siegen dank eines Kopfballtreffers von Alexander Grünwald.

von Alexander Strecha

Ein Fußballspiel kann mitunter ein kulinarisches Fest sein, bei dem echte Leckerbissen serviert werden. In der Generali Arena wurden auf den Tribünen Knackwürste, Schnitzelsemmel und Hot Dogs feil geboten, auf dem Feld wurden über weite Strecken Käse und Topfen zusammen gespielt. In erster Linie von der Austria. Dabei saß Koch nur auf der Bank.

Grünwald war es in der 76. Minute, der die Austria letztlich mit einem Kopftor zum 1:0 gegen die Gäste aus Wolfsberg erlöste. Ende gut, immerhin das Resultat gut. Die Veilchen kommen nach der Länderspielpause nur schwerlich in Schwung. Zunächst ein Remis gegen Ried, dann eine Niederlage bei Sturm, jetzt daheim gegen den Tabellenletzten eine lange Zeit mehr als durchwachsene Vorstellung mit einem nicht unverdienten Ausgang, weil man unterm Strich doch mehr anzubieten hatte als die Kärntner.

Und die wehrten sich lange Zeit tapfer. Wer Pellets im Namen trägt, der möchte seinem Gegner naturgemäß auch einheizen. Noch dazu, wenn man wie die Wolfsberger das Ende der Tabelle ziert und aktuell ein Problem mit dem Elementaren, dem Toreschießen, hat. So nahm sich Jacobo ein Herz und zwang Austria-Goalie Almer per Schuss zu einer ersten Aufwärmübung (5.).

Die erste gelungene Aktion der Austria sorgte gleich für Aufregung, als Rnic Kayode in einem harten Zweikampf an der Strafraumgrenze stoppte. Elfer? Schiedsrichter Ouschan verneinte. Damit lag er richtig. Torraub? Ouschan verneinte abermals und lag wahrscheinlich falsch. „Das ist ja unfassbar.“ Die Meinung von Austria-Vorstand Markus Kraetschmer deckte sich nicht mit jener des Unparteiischen.

Viel Schatten, wenig Licht

Die Austria tat sich schwer, weniger mit dem Gegner, mehr mit sich selbst. Die kreativen Geister wie Grünwald und Gorgon spukten anfänglich nicht wirklich, Holzhauser versuchte sich wie meist von ganz weit hinten im Spielaufbau, beschleunigte die violetten Aktionen dabei aber nicht. Kayode konnte seine Schnelligkeit nur bedingt ausspielen, weil sich WAC-Vereidiger Berger gut auf ihn ein- und sich ihm stets in den Weg stellte. Viele violette Angriffe blieben Stückwerk, weil es an der Präzision fehlte. Knapp vor der Pause gaben die Wolfsberger wieder ein Lebenszeichen von sich, Standfest prüfte mit einem Schuss die Aufmerksamkeit des weiterhin wenig beschäftigten Almer (39.).

Nach dem Wechsel bestimmte die Austria mit viel Ballbesitz das Geschehen, gestattete den Wolfsbergern gleichzeitig kaum Kontermöglichkeiten. Eine schloss Hellqvist viel zu schwach ab. Mit der Überlegenheit ging ein latenter Druck einher, Chancen mehrten sich. Die führten dann zu Führung und Sieg: Grünwald köpfelte ein und ließ die Pfiffe, die schon von den Tribünen ertönten, gleich wieder verstummen.

Spielerisch war es zwar keine Offenbarung in Violett. Der Erfolg bedeutet aber dennoch einen kleinen Schritt nach vorne. Auch in der Tabelle.

Ergebnisse, Tabelle

FK Austria Wien - Wolfsberger AC 1:0 (0:0)

Wien, Generali Arena, 6.410, SR Ouschan

Tor: 1:0 (76.) Grünwald

Austria: Almer - Windbichler (62. Meilinger), Sikov, Rotpuller, Martschinko - Holzhauser - Gorgon, Serbest (62. Kehat), Grünwald, Kayode - Friesenbichler (89. M. Leitgeb)

WAC: Kofler - Berger, Rnic, Drescher, Palla - Zündel, Standfest, Hüttenbrenner (91. Silvio), Jacobo (70. Wernitznig) - Ouedraogo, Hellquist

Gelbe Karte: Berger

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