Sport | Fußball
28.08.2018

Buffons Feindbild pfeift am Donnerstag Rapid

In Bukarest pfeift der Engländer Michael Oliver, der zuletzt im Viertelfinale der Champions League in den Fokus geriet.

Die UEFA hat einen prominenten Unparteiischen für das Play-off-Rückspiel in der Europa League zwischen dem FCSB alias Steaua Bukarest und Rapid (Hinspiel 1:3) nominiert. Die Partie wird vom Engländer Michael Oliver geleitet werden.

Der FIFA-Referee, der trotz seiner erst 33 Jahre bereits über 200 Spiele in der Premier League gepfiffen hat, gilt als aktuell bester Schiedsrichter Englands. In diesem Jahr leitete er auch das Finale des FA-Cups zwischen Chelsea und Manchester United am 19. Mai.

Bekanntheit erlangt hat er aber ein Monat zuvor, als er das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Real Madrid und Juventus Turin leitete. Oliver hatte Real in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einem Zweikampf zwischen Turins Verteidiger Medhi Benatia und Lucas Vazquez einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen.

Beim Stand von 3:0 für Juventus (Hinspiel 3:0 für Real) verwandelte Ronaldo den Strafstoß und Real stand im Halbfinale. Juve-Keeper Gianluigi Buffon stand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Platz. Der Torhüter beschimpfte den Referee nach dem Elfmeterpfiff so heftig, dass er mit Rot vom Platz flog.

Auch nach dem Spiel wetterte der Keeper noch gegen den Unparteiischen. "Dieser Mensch hat kein Herz. Stattdessen hat er einen Mülleimer", schimpfte Buffon.

"Nur der Referee hat ein Foul gesehen. Ein guter Schiedsrichter zerstört in diesem Moment nicht den Traum einer Mannschaft, die 90 Minuten alles gibt. Du musst Fingerspitzengefühl und ein Verständnis für wichtige Momente haben", sagte der italienische Rekord-Nationalspieler.

"Wenn du das nicht hast, hast du es nicht verdient, auf dem Platz zu stehen. Er hat die Tragweite seiner Entscheidung gar nicht verstanden. Das darfst du nicht pfeifen."