Sport | Fußball
03.11.2017

"Kriegserklärung": UEFA soll eine eigene WM planen

Die angestrebte Weltmeisterschaft würde in jedem ungeraden Jahr ausgetragen werden, schreibt die "Bild"-Zeitung.

Nach Informationen der Bild-Zeitung plant der europäische Fußballverband UEFA eine Revolution im Fußball. Demnach will die UEFA künftig eine eigene Weltmeisterschaft veranstalten. Laut Informationen der deutschen Zeitung hatte UEFA-Boss Aleksander Ceferin Anfang der Woche alle 55 Mitgliedsverbände in ein Frankfurter Flughafen-Hotel geladen, um ihnen einen spektakulären Plan vorzustellen.

Es soll sich um eine Mini-WM handeln, die in jedem ungeraden Jahr ausgetragen werden würde. "Das gleicht einer Kriegserklärung an den Weltverband und WM-Veranstalter FIFA, der hier nicht im Boot ist", heißt es in dem Bericht, in dem auch darüber gerätselt wird, wie das Ganze dann aussehen könnte.

In kontinental-gemischten Gruppen würden demnach eventuell schon 2020 an den sechs Länderspiel-Terminen in September, Oktober und November die Qualifikationsspiele ausgetragen. Im Sommer 2021 würde dann ein Turnier mit den besten acht Teams ausgetragen werden, anschließend in Zwei-Jahres-Intervalen. Angeblich soll das Exekutiv-Komitee der UEFA schon im Dezember darüber abstimmen.

Großmächte auf Konflikt-Kurs

Zuletzt hat es immer wieder Misstöne auf der Relation UEFA-FIFA gegeben. Zuletzt im Oktober stellte UEFA-Präsident die Organisationsform des Weltverbandes infrage. "Wofür brauchen wir so eine riesige Organisation - für Transfers? Ich denke nicht. Brauchen wir sie für ethische Fragen? Ich glaube nicht. Wir brauchen sie vielleicht, um die WM zu organisieren. Aber können das die Konföderationen nicht auch? Sie könnten!", sagte der Slowene.

"Wir sind ein wichtiger Verband, finanziell dreimal größer als die FIFA. Sie kann uns nicht einfach nur wie eine Konföderation behandeln", kritisierte der 49-Jährige in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung den Großverband, der in den letzten Jahren immer wieder von Skandalen erschüttert wurde. Allerdings tat man es im Kontinentalverband nicht viel besser. Man denke nur an Ceferins Vorgänger Michel Platini.