Sport | Fußball 05.12.2011

Beckenbauer scheffelte früh Geld

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Als Jung-Profi ein Millionen-Jahresgehalt? Heute normal, zu Zeiten des "Kaisers" außergewöhnlich.

Franz Beckenbauer, Lichtgestalt des FC Bayern und eines ganzen Landes, schwebte im deutschen Fußball schon immer in seiner ganz eigenen Sphäre - so auch schon als junger Profi. Bereits damals verdiente der "Kaiser" beim Rekordmeister ungewöhnlich kaiserlich, wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dem Münchner Merkur verriet. "Er hat schon in den 70ern siebenstellig verdient, als wir einen Umsatz von zehn, elf Millionen Mark hatten", sagte Rummenigge und bezeichnete Beckenbauer als den am höchsten bezahlten Akteur der Münchner Vereinsgeschichte in der Relation Gehalt/Umsatz.

Rummenigge selbst war von einem Millionen-Gehalt zur selben Zeit noch meilenweit entfernt. "Ich konnte - mit Prämien und wenn ich eine bestimmte Anzahl an Spielen absolviert habe - auf 150.000 Mark (76.694 Euro) kommen." Das sei zwar wahnsinnig viel Geld gewesen - aber auch wahnsinnig wenig im Vergleich dazu, was Beckenbauer einsackte.

Inzwischen sind Millionen-Gehälter für die zahlreichen Teamspieler des FC Bayern eher die Regel. Geld für Spitzengehälter hat der Bundesliga-Krösus inzwischen genug: Der Bayern-Konzern erzielte inklusive Allianz Arena im Geschäftsjahr 2010/11 mit 328,5 Millionen Euro den zweitbesten Umsatz seiner Geschichte.

Erstellt am 05.12.2011