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2013 feierten die Bayern mit Jupp Heynckes in London das erste Triple.

© APA/AFP/PATRIK STOLLARZ / PATRIK STOLLARZ

Sport Fußball
08/23/2020

Bayerns Final-Historie: Von Triumphen und Tragödien

Die Bayern haben vor dem Endspiel in Lissabon gegen PSG eine ausgeglichene Finalbilanz in der Champions League.

von Harald Ottawa

Bayern München gehört zu den erfolgreichsten Vereinen Europas. Vor dem gestrigen Finalspiel in Lissabon gegen Paris Saint-Germain konnte der deutsche Rekordmeister fünf Mal die Champions League bzw. den Europapokal der Landesmeister für sich entscheiden. Obendrein standen die Münchner fünf weitere Male im Finale des größten europäischen Klubbewerbs. Eine Chronologie der Endspiele zwischen Euphorie und Tränen, zwischen Glück und Schmerz:

    • 1974 jeweils in Brüssel: Bayern – Atlético Madrid 1:1 nach Verlängerung sowie 4:0

    Erstmals in der Geschichte des Landesmeister-Pokals gab es auch in einem Finale ein Wiederholungsspiel. Im ersten Duell sahen die Spanier durch einen Treffer von Luis Aragonés (Europameister als Trainer mit Spanien im Jahr 2008) in der 114. Minute wie der sichere Sieger aus. In der letzten Minute haute Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, damals Bayerns Grobmotoriker, einfach drauf, weil er nicht wusste, was er mit dem Ball tun sollte. „Warum ich geschossen habe, kann ich bis heute nicht erklären. Das muss mit Instinkt zu tun gehabt haben“, erinnerte sich der heute 72-Jährige. Das Wiederholungsspiel wurde zur klaren Angelegenheit. Zweimal Uli Hoeneß, zweimal Gerd Müller – Bayern holte den ersten großen Titel.

      • 1975 in Paris: Bayern – Leeds United 2:0

      Wenn es das Wort „Bayern-Dusel“ geben würde, dann hätte es den Ursprung an diesem Frühlingsabend vor 45 Jahren in Paris. Die Briten waren überlegen, die Münchner hatten viel Glück bei zwei Schiedsrichterentscheidungen (Elfmeter und Abseits) und trafen wie aus dem Nichts durch Franz Roth, der später ein Jahr in Salzburg spielte, und Gerd Müller. Die Leeds-Fans tobten, der Verein wurde danach für fünf Jahre international gesperrt.

        • 1976 in Glasgow: Bayern – AS St-Étienne 1:0

        Wieder hatten die Bayern etwas Glück, die Franzosen trafen zweimal Holz. Genauer macht es der damals 30-jährige Franz „Bulle“ Roth aus einem Freistoß.

          • 1982 in Rotterdam: Aston Villa – Bayern 1:0

          War es die Rache für Leeds? Bayern war klar überlegen, zudem wurde ein klarer Treffer von Dieter Hoeneß zu Unrecht aberkannt. Das Goldtor für den Klub aus Birmingham erzielte Peter White in der 67. Minute.

            • 1987 in Wien: FC Porto – Bayern 2:1

            Nach dem 1:0 durch Ludwig Kögl (25.) schien alles klar, Favorit Bayern wollte das Ergebnis verwalten. Der Ausgleich des Algeriers Rabah Madjer (77.) mit der Ferse ist Legende, Juary traf in der 80. Minute zum Sieg. Der heutige Bayern-Coach Hansi Flick war 82 Minuten dabei.

              • 1999 in Barcelona: Manchester United – Bayern 2:1

              Niemals vorher und nachher hat man so viele Bayern-Spieler weinen sehen. Die Münchner führten bis zur 90. Minute durch den Treffer von Mario Basler mit 1:0 und hätten eigentlich deutlicher vorne liegen müssen. Die Fans feierten bereits, doch dann kamen in der Nachspielzeit die eingewechselten Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjær (heute Coach von United) – aus der Traum.

                • 2001 in Mailand: Bayern – FC Valencia 5:4 im Elferschießen (1:1 nach Verlängerung)

                Es war das Spiel der Elfmeter. Zunächst verwandelte Gaizka Mendieta (3. Minute), dann verhaute Mehmet Scholl (7.), Stefan Effenberg traf vom Punkt zum 1:1 (50.). Im Elfmeterschießen hielt Torwart-Legende Oliver Kahn zweimal.

                  • 2010 in Madrid: Inter Mailand – Bayern 2:0.

                  Zwei Tore des Argentiniers Diego Milito in der 35. und 70. Minute ließen die Bayern verzweifeln und Inters Startrainer José Mourinho lautstark jubeln.

                    • 2012 in München: Chelsea – Bayern 4:3 im Elferschießen (1:1 nach Verlängerung)

                    Als Thomas Müller in der 83. Minute im „Finale dahoam“ in der ausverkauften Münchner Allianz Arena die Bayern in Führung brachte, kannte der Jubel keine Grenzen. Doch Didier Drogba gelang in der 88. Minute der Ausgleich. Im Elferschießen hatten dann die Engländer die Hosen an, nachdem in der Verlängerung Arjen Robben vom Elferpunkt gescheitert war.

                      • 2013 in London: Bayern – Borussia Dortmund 2:1

                      Irgendwie Schicksal, dass sich die Bayern ausgerechnet nach dem bitteren Ende zwölf Monate zuvor gegen Chelsea in London den Titel holten. Mit David Alaba gewann Bayern 2:1 gegen Dortmund – und holte sogar das Triple. Im Wembley trafen Mario Mandžukic (60.) und Arjen Robben (89.) sowie Ilkay Gündogan (68./Elfer).

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