Toni Kroos wird David Alaba bald als Mitspieler in Madrid begrüßen

© APA/AFP/GABRIEL BOUYS

Sport Fußball
01/02/2021

David Alaba zu Real: Ein großer Deal auf der Zielgeraden

Alabas Wechsel nach Madrid rückt immer näher. Gegenliebe gab es bereits seit 2012. Die Königlichen reizen mit viel Glanz und einer Traumgage.

von Andreas Heidenreich

David Alaba hat im Laufe seiner Karriere eine Menge großer Spiele gemacht. Eines bleibt speziell in Erinnerung. Rückblick: Es ist der 25. April 2012, die Bayern sind bei Real Madrid im Halbfinal-Rückspiel der Champions League zu Gast, um einen 2:1-Sieg aus dem Hinspiel zu verteidigen. Nach fünf Minuten ist das Schlamassel perfekt. Ángel di Maria schießt aufs Bayern-Tor, David Alaba wirft seinen Körper dazwischen, bekommt den Ball an den Arm und sieht Gelb. „Misses next match“ wird vom TV-Regisseur eingeblendet. Im nächsten Spiel gesperrt. Aus ist der persönliche Finaltraum.

Allerdings: Auf dem Weg dorthin sind noch 85 Minuten zu spielen. Mindestens. Wer glaubt, die Partie würde zum Fiasko für den Österreicher verkommen, der irrt. Der 19-Jährige demonstriert mentale Größe, spielt als linker Verteidiger bei der 1:2-Niederlage eines seiner besten Spiele, trifft als erster Schütze im Elferschießen und hat großen Anteil am Finaleinzug.

Dass Real-Coach José Mourinho den jungen Österreicher am liebsten gleich in Madrid behalten und er ihm dies auch persönlich mitgeteilt habe, wird im Umfeld des Wieners nie dementiert. Alaba hat in Madrid Eindruck hinterlassen. Und Madrid auf ihn. Das volle Estadio Santiago Bernabéu, der Glanz des größten Klubs der Welt. Arsenal? Das war einmal ein Kindheitstraum. Doch das Kind ist längst erwachsen geworden. Sollte Alaba die Bayern irgendwann verlassen, dann nur in Richtung Real oder Barcelona. Doch – und auch das war für den KURIER aus seinem Umfeld zu entlocken – es seien „die Weißen“ gewesen, die es ihm angetan hätten.

Vierjahresvertrag

Acht Jahre nach der denkwürdigen Partie im Bernabéu wird der Deal real werden. Davon überzeugt ist auch die Madrider Sporttageszeitung Marca. „Einer der besten Verteidiger der Welt, ablösefrei. Real wird Dampf machen, um den Deal so schnell wie möglich abzuschließen“, schreibt das Blatt. Demnach habe der Klub bereits ein Angebot abgegeben. Dieses umfasse einen Vierjahresvertrag und ein Gehalt von etwas mehr als zehn Millionen Euro netto pro Saison.

Alabas Vielseitigkeit wird in Madrid geschätzt. Er könne Druck auf Varane machen oder unmittelbar den Platz von Sergio Ramos im Abwehrzentrum einnehmen, sofern der Kapitän den Klub verlässt. Dazu könne er jederzeit auch links verteidigen oder im Mittelfeld spielen. Hervorgestrichen wird auch Alabas Erfahrung, dass er in 404 Spielen für die Bayern 32 Tore erzielt und 49 vorbereitet hat, jedoch nie eine Rote Karte gesehen hat.

Dass der Transfer noch scheitert, ist unwahrscheinlich. Ein Verbleib bei den Bayern ist ausgeschlossen, nachdem man sich finanziell nicht einigen konnte. Bleibt das Interesse von Paris Saint-Germain, die den Neuzugang zwar finanziell stemmen, aber wie auch Manchester City nicht den Glanz des größten Klubs der Welt bieten können. Die oft kolportierte gute Verbindung zu Starcoach Pep Guardiola ist zwar intakt, aber für Alaba selbst kein prioritärer Wechselgrund, weil er unter dem Katalanen ohnehin bereits drei Jahre gespielt hat.

Real Madrid reizt mit der Chance, sich in komplett neuem Umfeld beim größten Klub der Welt zu beweisen. Das Finanzielle stimmt. Die Reise beginnt im Sommer.

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