Austrias Wiedersehen mit Acimovic

Neue Perspektiven: Von 2007 bis 2010 trug Milenko Acimovic das violette Austria-Trikot, jetzt empfängt er als Sportdirektor von Olimpija Ljubljana seinen Ex-Klub
Foto: rts

Auf dem Weg in die Europa League wartet auf die Austria heute Ljubljana mit Sportdirektor und Ex-Veilchen Acimovic.

Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Selbst wenn man einander als Gegner gegenübersteht. Die Austria trifft am Donnerstag in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation auswärts auf Olimpija Ljubljana (19 Uhr/ORF eins, KURIER.at-Ticker) und somit auf einen alten Bekannten: Milenko Acimovic war drei Jahre lang Spielmacher der Wiener, ehe ihn sein Knie im September 2010 zum Karriere-Ende zwang. Jetzt ist er als Sportdirektor bei Olimpija tätig.

KURIER: Sind Sie schon nervös vor dem Treffen mit den alten Freunden?
Milenko Acimovic: Nervös noch nicht, das kommt knapp vor Spielbeginn. Ich freue mich auf die Spiele, ich freue mich, alle wiederzusehen.

Wie gut ist Ihr Draht nach Wien noch?
Er besteht noch, ab und zu telefoniere ich mit der Austria. Aber mein aktueller Job hält mich auf Trab.

Ihr Ende in Wien kam abrupt. Schade für Sie?
Ja. Bei der Austria und in Wien hatte ich die schönste Zeit meiner Karriere. Die drei Jahre waren einfach toll. Die Leute, der Klub, die Fans. Ich habe bei der Austria den Respekt gespürt, den ein Spieler wie ich braucht. Und jetzt muss ich auch noch gegen die Austria antreten und sitze dabei auf der Tribüne und kann gar nicht spielen. Entsetzlich.

Sehen auch Sie die Austria in der Favoritenrolle?
Ja. Allein deshalb, weil sie international mehr Erfahrung hat als unser junges Team. Die Austrianer kennen Europacupspiele, für sie ist das normal. Sie haben auch mehr Qualität, weil sie längere Zeit in dieser Konstellation zusammengespielt haben. Für uns ist es ein Europacup-Abenteuer.

Was darf man sich von den Spielen versprechen?
Dass sie interessant werden, weil wir einen ähnlichen Fußball praktizieren. Mehr Technik, weniger Zweikampf. Wir werden alles dafür tun, dass wir eine Runde weiterkommen.

In der Liga hat Olimpija aber den Start verpatzt.
Aus zwei Spielen haben wir erst einen Punkt geholt. Wir sind noch nicht auf Touren, aber vielleicht ändert sich das im Europacup. Der ist auch für die Zuschauer eine Umstellung. Zu den Ligaspielen kommen 1000, im Europacup immerhin 8000. Ich hoffe, dass das Stadion gegen die Austria mit 16.000 Zuschauern voll ist. Das wäre ein Traum. Der Verein wartet ja schon so lange auf das Spektakel Europacup.

Was macht Ihr Knie?
Die nächste Frage, bitte.

Noch immer so schlimm?
Ja, ich müsste wieder operieren gehen, weil ich in der Kniekehle nach wie vor Schmerzen habe. Aber ich schiebe das auf. Momentan bin ich als Sportdirektor dermaßen eingespannt, dass ich zu nichts komme.

Nicht einmal ein Jux-Match?
Nein, das geht nicht. Nicht einmal ein kurzer Lauf, dafür funktioniert das Essen ganz gut ( lacht ). Im Sommer werde ich mein Knie aber richten lassen.

In welchem Sommer?
Eben, das weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich erst im nächsten Sommer.

Sie sind jetzt Sportdirektor. Sitzt Milenko Acimovic irgendwann als Trainer auf der Bank?
Durchaus möglich. Die Ausbildung gehe ich jetzt an. Aber für einen Coach bin ich noch sehr jung, daher habe ich diesbezüglich keine Eile.

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(kurier / Alexander Strecha, Ljubljana) Erstellt am
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