Sport | Fußball 05.12.2011

Austrias Déjà-vu in der Europa League

Die Austria muss am Donnerstag in Niksic nicht nur Gegner Rudar Pljevlja, sondern auch der großen Hitze trotzen.

Wie sich die Situationen doch gleichen: letztes Jahr Bosnien-Herzegowina, heuer Montenegro. Die Austria hat in der Qualifikation zur Europa League ein Déjà-vu. Die Reisedestination im Juli scheint für die Wiener stets ein Land aus dem ehemaligen Jugoslawien zu sein.

Im Vorjahr stieg man in Brijeg gegen Siroki in einer wahren Hitzeschlacht durch einen späten Treffer von Junuzovic auf. Heuer (Donnerstag, 18 Uhr/live ORFeins) wird es in Niksic gegen Rudar um kein Grad kühler sein.

Im Vorjahr wohnte die Austria in Mostar und musste rund 45 Minuten nach Brijeg anreisen. Dieses Mal residiert die Mannschaft in Podgorica und nahm schon am Mittwoch die fast einstündige Anreise zum Abschlusstraining in Niksic auf sich, zumal ein Training am Spielort von der UEFA vorgeschrieben ist.

Coolness

Trainer Karl Daxbacher lässt das trotz 40 Grad im Schatten kalt: "Die Hitze sind wir von Brijeg schon gewohnt. Daher wissen wir, wie wir uns vorbereiten müssen." Wenigstens werden die Zuschauer nicht für einen Hexenkessel sorgen, da durch das Ausweichen von Pljevlja nach Niksic nicht viele Rudar-Fans ihre Mannschaft vor Ort unterstützen werden.

"Aber ganz egal, wie die Voraussetzungen sind, der Einzug in die nächste Runde muss her", fordert Karl Daxbacher. Und der Trainer geht auch im Auswärtsspiel in die Offensive, überlegt, nur einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler (Hlinka oder Suttner) aufzubieten und zerbricht sich noch den Kopf, ob er Jun oder Barazite beginnen lassen soll.

Daxbacher schätzt Rudar ähnlich stark wie Siroki Brijeg ein - technisch gut, jedoch nicht robust im Zweikampf. "Sie machen ihr Spiel sicher nicht über die Physis. Aber auch gegen Brijeg sind wir nur hauchdünn weitergekommen. Es wird dieses Mal ähnlich schwer." Vor einem Jahr gewann die Austria nach einem 2:2 in Wien auswärts mit 1:0.

Nummer 1

Im Tor wird Neuverpflichtung Pascal Grünwald stehen. Daxbacher hat gute Gründe, warum er sich für den Tiroler und gegen Heinz Lindner entschieden hat: "Wenn wir einen Torhüter holen, dann sagt das ohnehin schon etwas aus. Es heißt nicht, dass Grünwald auf ewig die Nummer eins ist, zumal Lindner sehr gut gearbeitet und nicht kampflos aufgegeben hat."

Jedoch muss der bisherige Stamm-Goalie auf Fehler seines Konkurrenten warten. In Montenegro sollte ihm keiner unterlaufen.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011