Höhenflug: Zulechner weiß nicht, wie man verliert.

© Agentur Diener/DIENER / Leena Manhart

Austria
12/05/2015

Philipp Zulechner: Der Mann, der nicht verlieren kann

In dieser Saison haben die Veilchen kein einziges Mal verloren, wenn der Stürmer im Einsatz war.

von Alexander Strecha

Zulechner, Philipp Zulechner. Er ist der Mann mit der Lizenz zum Punkten. In dieser Saison hat die Wiener Austria kein einziges Mal verloren, wenn Zulechner im Einsatz war. Von den bisher 18 Partien im Herbst hat er 13 absolviert, bei fünf hat er gefehlt. Verpasst hat er einen Sieg (1:0 gegen den WAC), ein Unentschieden (2:2 in Salzburg) – und alle drei Saison-Niederlagen der Austria (2:5 gegen Rapid, 0:2 bei Sturm, 2:4 in Ried).

Es gleicht somit keinem Wunder, dass Trainer Thorsten Fink den 25-Jährigen liebend gerne in die Startformation stellt. "Die Statistik spricht für sich und ist beeindruckend. Zulechner harmoniert auf der linken Seite gut mit Martschinko." Vor allem deshalb, weil er als Flankenspieler auch gut in der Defensive arbeitet und Martschinko eine große Hilfe ist.

Die Saison hat Zulechner als Stürmer begonnen, im Laufe des Herbstes tauschte er mit Kayode die Positionen. "Ich freue mich natürlich, dass ich noch eine weiße Weste und kein Spiel verloren habe. Vielleicht ist mein jeweiliges Fehlen aber auch einfach nur gutes Timing", sagt er lachend.

Auch heute (16 Uhr/live Sky Sport Austria) wird Zulechner höchst wahrscheinlich mit von der Partie sein, wenn die Austria in Wolfsberg bestehen muss. Die Wiener, geschmückt mit dem Titel des Herbstmeisters, gastieren beim WAC. Die Wolfsberger, sagt Zulechner, seien ein gefährlicher Gegner: "In Kärnten war es bisher immer ungut zu spielen. Zudem wollen sich die Spieler dem neuen Trainer beweisen, es wird somit nicht leicht."

Flexibel spielen

Die Statistik sagt freilich etwas anderes: Der Herbstmeister ist gegen das aktuelle Schlusslicht drei Liga-Spiele in Folge ungeschlagen. Doch Trainer Fink warnt seine Spieler, mit denen er schon gestern zum Moselebauer in Bad St. Leonhard im Lavanttal gefahren ist: "Ein Trainerwechsel kann immer ein kurzfristiges Hoch zur Folge haben. Wir erwarten ein anderes Spiel als in der Hinrunde, daher müssen auch wir vielleicht ein wenig anders spielen, als wir das zuletzt getan haben." Fink hofft, dass "wir das Spiel in der Offensive mit unserer Qualität entscheiden".

Die Austria hofft wiederum, dass die Heimspiele im Frühjahr besser besucht sind und man den bisherigen Schnitt von knapp mehr als 7000 Zuschauern pro Spiel heben kann. Seit gestern ist auch das Frühjahrsabo erhältlich, das insgesamt elf Matches umfasst. Die restlichen neun Liga-Heimspiele, den Cup-Hit gegen den LASK und das Testspiel für die kommende Saison gegen den FC Basel. Danach zieht die Austria von der Generali-Arena ins Happel-Stadion um.

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