Warum die Austria so viele Gesichter zeigt
Austria Wien
Die Saison ist noch jung, dennoch hat die Austria schon viele Gesichter gezeigt. Und das darf man ruhig wörtlich nehmen. 23 verschiedene Spieler hat Trainer Stephan Helm in den bisherigen fünf Pflichtspielen bereits eingesetzt – aus Überzeugung. Man darf gespannt sein, welche Spieler er am Sonntag im Hit gegen Meister LASK aufs Feld schickt (19 Uhr/live auf Sky).
Dabei darf man auch gespannt sein, welches Gesicht die Austria als Mannschaft zeigt. Auch da hat es schon verschiedene gegeben. Während man international mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen Beitar Jerusalem zuletzt überraschen konnte, legte man in der Liga bekanntlich einen Fehlstart hin: 0:3 gegen den WAC.
Das Rotationsprinzip
Das Rotieren ist des Helms Lust in dieser Saison – und das aus Überzeugung. „So lange die Phase dauern wird, dass wir doppelt spielen, werden wir auf unserem eingeschlagenen Weg bleiben“, kündigt Helm an. Heißt: So lange die Veilchen international dabei sind, wird weiter rotiert. Die Erklärung des Trainers folgt sogleich: „Die Erkenntnisse aus den letzten Jahren haben ergeben, dass es besser ist, möglichst frische Spieler auf dem Platz zu haben. Da geht es auch oft um den Kopf, nicht nur um das physiologische.“
Austria-Trainer Stephan Helm
Mit Ausnahme der 0:3-Niederlage gegen den WAC hat das Rotationsprinzip auch gut funktioniert bisher. Helm hat nie zwei Mal hintereinander die gleiche Startelf aufs Feld geschickt. Er nahm einmal sieben Änderungen vor, einmal sogar neun, dann fünf und noch einmal sieben.
Mit den Routiniers Manfred Fischer und Reinhold Ranftl waren nur zwei Spieler in allen fünf Partien im Einsatz. Immer in der Startelf waren aber auch sie nicht. Fischer kam einmal von der Bank, Ranftl zwei Mal.
Helm hat großes Vertrauen in den gesamten Kader. „Es wird aber keinem der rote Teppich ausgerollt. Es steht kein Spieler auf dem Platz, der mich nicht im Training oder den Spielen zuvor überzeugt hat.“ Wer Helm sagt, muss also auch Rotation sagen. „Auf lange Sicht gesehen, bringt diese Herangehensweise mehr.“
Rückkehrer & Respekt
Gegen den LASK wird man also wieder frische Veilchen sehen. Aleksandar Dragovic könnte wieder von Beginn an mitwirken, bei Johannes Eggestein sei er „sehr zuversichtlich“, betonte Helm. Vor dem Gegner hat er Respekt: „Der LASK hat in der ersten Runde den überzeugendsten Auftritt hingelegt. Die Mannschaft ist fast gleich geblieben, und der Trainer ist noch da. Ich denke, dass der LASK wieder eine sehr gute Rolle um den Titel spielen wird.“
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