Sport | Fußball
27.05.2013

Geldregen nach dem Punkte-Segen

Die Austrianer freuen sich über hohe Prämien und auf das Cupfinale.

Die Rekordsaison der Wiener Austria neigt sich dem Ende zu, kann mit einem möglichen Cupsieg am Donnerstag über Pasching und mit dem damit verbundenen Gewinn des Doubles ein weiteres und dann wirklich letztes Mal gekrönt werden.

Am Dienstag wird zunächst noch einmal der Meistertitel gefeiert. Um 14 Uhr absolviert die Mannschaft ein Training, danach geht es mit einem Autokorso in zehn Cabrios von Partner Citroën über den Ring in Richtung Rathausplatz, wo man ab ca. 17.30 Uhr auf der Bühne, wo am Samstag der „Life Ball“ zelebriert wurde, mit rund 15.000 Fans jubeln wird.

Schönen Gruß

Als besonderes Schmankerl werden Video-Botschaften von ehemaligen Austrianern eingespielt: Zlatko Junuzovic grüßt aus Bremen, Julian Baumgartlinger aus Mainz, Aleksandar Dragovic aus Basel, David Alaba aus München und Roland Linz vor der österreichischen Botschaft in Bangkok.

Zudem gibt es Video-Clips von der Mannschaft, aufgenommen im Laufe der Saison. Sehenswert: wie Kapitän Ortlechner nach der Meisterfeier vergangenen Mittwoch beim gemeinsamen Frühstück der Mannschaft mit dem Kipferl in der Hand eingeschlafen ist.

Auch violette Legenden wie Andreas Ogris und Herbert Prohaska werden heute gratulieren, Bürgermeister Michael Häupl lädt nach der Feier ins Rathaus ein. Nicht die 15.000 Fans, sondern Trainer und Mannschaft.

Grund zum Jubeln haben die Austria-Spieler allein schon wegen der Punkte-Prämien, die sie während der Saison eingestreift haben: 82 Zähler sind auch der Punkterekord der Liga. Wenn man im Schnitt pro Punkt 1000 Euro Prämie rechnet und noch dazu berücksichtigt, dass die Austrianer höhere Punkte-Prämien erhalten, wenn sie Tabellenführer sind, dann ergibt sich mit der fälligen Meisterprämie ein durchschnittlicher Bruttobetrag von rund 150.000 Euro. Bei 20 Spielern ergibt das eine Summe von drei Millionen.

Prämiert

Allerdings gibt es innerhalb des Kaders Abstufungen: Heinz Lindner und Manuel Ortlechner, die alle 36 Runden 90 Minuten lang mitwirkten, erhalten natürlich höhere Prämien als Joker wie Simkovic oder Kienast oder Kaderspieler wie Murg oder Spiridonovic.

Austria-Manager Markus Kraetschmer hat ob der zu zahlenden Rekord-Prämien kein Kopfweh, weil dem Mehreinnahmen durch den erhöhten Zuschauerschnitt und eine Steigerung beim Merchandising gegenüberstehen. „Wir haben in dieser Saison um 17 Punkte mehr gemacht als wir kalkuliert hatten. Wir haben auch nicht damit gerechnet, dass wir ab der 13. Runde durchgehend bis zum Ende auf Platz 1 stehen.“ Ein teurer Spaß für die Austria-Spitze. Seit dem Ausstieg von Frank Stronach als Geldgeber handelte es sich für den Klub um die teuerste Saison.

Die Feierlichkeiten werden sich für das Team dennoch in Grenzen halten, immerhin bestreitet man am Donnerstag das Cupfinale. Trainer Peter Stöger: „Wir sind vor Pasching gewarnt. Ich brauche meine Burschen nicht zu motivieren. Jeder will das Double.“