FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA/GRUNDDURCHGANG: SV GUNTAMATIC RIED - FK AUSTRIA WIEN

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Sport Fußball
07/25/2021

Austria legt in Ried Liga-Fehlstart hin, Remis im Kärntner Derby

Nach Rapid verpatzten auch die Violetten ihren Saisonauftakt. Das erste Kärntner Bundesliga-Derby seit 1985 endete indes 1:1.

Das können ein, zwei Scheiß-Jahre werden“, hatte Austrias neuer Trainer Manfred Schmid bei seiner Antrittsrede gesagt. Nach seinem Bundesliga-Debüt auf der Bank der Violetten kann er diesen Satz unterstreichen – in Ried gab es eine 1:2-Niederlage.

SV RIED – AUSTRIA WIEN 2:1 (0:0)
Tore: 1:0 (56.) Bajic, 2:0 (67.) Offenbacher, 2:1 (75.) Pichler.
Ried: Sahin-Radlinger - Wießmeier, Reiner, Plavotic, F. Seiwald – Bajic (74. Jovicic), Offenbacher, Ziegl, Mikic (46. Pomer) – Nutz (92. Satin), Chabbi (65. Lackner).
Austria: Pentz – Martins (62. Pichler), Schoissengeyr, Mühl, Suttner - Fischer, Martel, Grünwald (71. Handl) - Teigl, Djuricin, Jukic.

Dabei startete die Austria im Vergleich zum Conference-League-Match gegen Breidablik deutlich verbessert in die Partie. Die Veilchen waren von der ersten Minute an voll bei der Sache und versuchten, den Gegner unter Druck zu setzen. Die Rieder bauten aber wie schon letzte Saison auf eine kompakte Abwehr und machten die Räume eng. Die stabile Defensive ist unter Trainer Andreas Heraf zum Markenzeichen der Innviertler geworden. Das soll sie offensichtlich auch in der neuen Saison bleiben.

So hielten die Hausherren den Gegner vom eigenen Tor geschickt fern, die Austria konnte aus der Überlegenheit in der Anfangsphase (bis zu 82 Prozent Ballbesitz) kein Kapital schlagen. Die einzige nennenswerte Chance vor der Pause hatte Ried, doch Tormann Pentz parierte einen Chabbi-Kopfball (30.). Mehr ließ die Veilchen-Abwehr um Neuzugang Mühl, der bei seinem Debüt eine solide Leistung bot, aber in Halbzeit eins auch nicht zu.

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Wie schon gegen Breidablik verschlief die Austria dann den Beginn der zweiten Hälfte. Diesmal wurde das jedoch nicht bestraft: Rieds Pomer setzte den Ball 36 Sekunden nach Wiederbeginn knapp neben das Tor. Die Gäste blieben ungefährlich. Und sahen sich plötzlich in Rückstand: Nach weitem Abschlag und schönem Pass von Nutz traf Bajic, der Schoissengeyr enteilt war, zum 1:0 (56.).

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Ein Traum-Freistoß von Offenbacher zum 2:0 machte das Rieder Glück perfekt (67.). Pichler verkürzte zwar auf 1:2 (75.), doch auf die Austria wartet eine ganz schwere Saison. Wie Trainer Schmid vorhergesagt hat.

Kleiner Trost: Man bleibt in der Tabelle vor Rapid.

Ö. Bundesliga Grunddurchgang

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg22174150:133755
2Sturm Graz22107546:321437
3Wolfsberger AC22114734:32237
4Austria Wien2289531:23833
5Rapid Wien2287735:31431
6Austria Klagenfurt2279631:33-230
7Ried2278731:41-1029
8LASK2267928:29-125
9Wattens2258930:42-1223
10Hartberg22571029:35-622
11Admira22481025:31-620
12Rheindorf Altach22341510:38-2813

Qualifikationsgruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Wattens3210101246:58-1228
2LASK329121144:42226
3Hartberg327121343:47-422
4Ried328131140:54-1422
5Rheindorf Altach32781724:49-2522
6Admira326131336:46-1021

Meistergruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg32255277:195852
2Sturm Graz32168862:461637
3Austria Wien321113844:39529
4Wolfsberger AC321451348:53-528
5Rapid Wien3210111148:45325
6Austria Klagenfurt328121243:57-1421

Hitziges Kärntner Derby

Auf kaum ein Ereignis hat Kärnten zuletzt so hingefiebert. Immerhin gab es bereits zum Auftakt das erste Derby in der höchsten Liga seit der Saison 1984/’85, als sich die Klagenfurter Austria als Favorit noch mit Spittal duelliert hatte. Von einem Großereignis zeugte auch die Kulisse, 13.500 Fans strömten ins Wörthersee-Stadion (damit waren um 500 mehr als bei Sturm gegen Salzburg). Und der Großteil der Fans durfte spät jubeln, Markus Pink erzielte kurz vor dem Ende nach einer herrlichen Einzelaktion den 1:1-Ausgleich für die mittlerweile in Unterzahl spielenden Klagenfurter.

AUSTRIA KLAGENFURT – WAC 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 (25., Elfmeter) Liendl, 1:1 (90.) Pink.
Rote Karte: Moreira (78., Handspiel).
Gelbe Karten: Gkezos, Paul bzw. Scherzer.
Klagenfurt: Menzel – Paul (89. Hütter), Gkezos, Mahrer, Moreira - Gemicibasi (89. Maciejewski) - Timossi Andersson, Cvetko, Greil (81. Wimmer), Miesenböck (54. Rieder) – Pink.
WAC: Kuttin - Dedic, Baumgartner (65. Gugganig), Lochoshvili, Scherzer – Taferner (65. Peretz), Stratznig – Röcher (81. Baribo), Liendl, Wernitznig – Vizinger.

Die Wolfsberger hatten zunächst viel Ballbesitz, in der 23. Minute kamen sie auch dorthin, wo es dem Gegner wehtut. Nach einem Zweikampf mit Gkezos fiel Taferner im Strafraum, Schiedsrichter Jäger entschied unter Protesten der Klagenfurter auf Elfmeter. Der VAR schaltete sich nicht ein, weil es keine klare Fehlentscheidung war (es gab einen leichten Kontakt), schmeichelhaft für den WAC war der Elferpfiff dennoch. Michael Liendl war es egal, er verwandelte zur Führung der Wolfsberger. Ein Eigentor des Klagenfurters Moreira wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Fazit: Viel Tempo, aber wenig Höhepunkte in Hälfte eins.

Nach der Pause kamen WAC-Verteidiger Dedic und Austria-Kapitän Gkezos schnell zu Chancen. Eine fünfminütige Unterbrechung gab es ab der 74. Minute, als der Uruguayer Moreira knapp außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand spielte. Zunächst wurde geprüft, ob es Elfer war, danach, ob es die Rote Karte wegen Torraubs geben sollte. Moreira musste vom Platz.

Damit schien die Sache gelaufen. Ehe Pink in der 89. Minute zuschlug ...

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