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Bundesliga
09/14/2019

Aufsteiger WSG Tirol: Der Welpenschutz ist vorbei

Vor dem Match in Mattersburg fordert Trainer Thomas Silberberger: "Wir müssen endlich unsere Sinne schärfen."

von Christoph Geiler

Thomas Silberberger ist ein Mann, der bei Interviews stets Klartext spricht. Wenn der Trainer von Liga-Neuling WSG Tirol also erzählt, dass er zuletzt in der Kabine eine "intensivere Ansprache" gehalten hätte, dann kann man sich ungefähr vorstellen, was seine Spieler zu hören bekommen haben. Eine Lobeshymne dürfte er jedenfalls nicht angestimmt haben, nachdem die Wattener zuletzt gegen Salzburg mit 1:5 unter die Räder gekommen waren.

Mit fünf Punkten aus den ersten sechs Runden liegt der Aufsteiger ein wenig hinter dem Plansoll. Nach dem überraschenden Auftaktcoup gegen die Wiener Austria konnten die Tiroler nicht mehr nachlegen und sehen sich nun vor dem Auswärtsmatch in Mattersburg erstmals mit Druck konfrontiert. "Das ist ein Gegner, den wir hinter uns lassen müssen. Dort dürfen wir nicht verlieren", weiß Thomas Silberberger.

Dafür wird die WSG Tirol allerdings die Anfängerfehler abstellen müssen, die dem Team praktisch in jeder Runde unterlaufen. Es ist kein Zufall, dass die Wattener in dieser Saison noch nie zu null spielen konnten und sich regelmäßig defensive Aussetzer erlauben. "Teilweise sind Slapstick-Aktionen dabei", klagte Thomas Silberberger nach dem 1:5 gegen Salzburg und redete seiner Mannschaft ins Gewissen. "Wir müssen unsere Sinne schärfen und konzentrierter werden."

Hoffnung gibt dem Coach die Personalsituation: Goalgetter Zlatko Dedic, der bereits drei Saisontore vorweisen kann, ist genauso wieder fit wie Mittelfeldantreiber Lukas Grgic, den die Tiroler in den letzten beiden Partien vermisst hatten.