Argentinien bei Copa América out

WM-Held Diego Forlan und Kollegen warfen den großen Nachbarn raus.
Foto: ap

Der Gastgeber verliert im Viertelfinale gegen Uruguay nach Elfmeterschießen. Nun trifft Uruguay auf Peru.

Die Hoffnungen von Argentiniens Nationalmannschaft auf den ersten Sieg bei der Copa America seit 1993 haben sich schon im Viertelfinale zerschlagen. Der Gastgeber unterlag am Samstag in Santa Fe vor 47.000 Zuschauern Uruguay im Elfmeterschießen mit 4:5.

Nach 120 Minuten waren beide Teams trotz zahlreicher hochkarätiger Torchancen nicht über ein 1:1-Remis hinausgekommen. Perez brachte Uruguay nach fünf Minuten in Führung, Higuaín glich zwölf Minuten später aus. Uruguay hat nun weiter die Chance auf den 15. Copa-Titel und kann alleiniger Rekordhalter vor Argentinien werden. Auch wenn Lionel Messi und Diego Forlan jeweils für ihre Elf brillierten, der Mann des Spiels war Uruguays Tormann Fernando Muslera. Der 25-Jährige brachte Messi durch seine Glanzparaden an den Rand der Verzweiflung und hielt im entscheidenden Elferschießen den Versuch von Carlos Tevez. "Ich habe alles gegeben, was ich konnte", sagte ein erlöster Muslera.

"Ich würde nicht von Scheitern sprechen und habe immer gesagt, dass die Teilnahme an der WM (2014 in Brasilien) das Wichtigste ist. Das Projekt geht weiter", erklärte Argentiniens Nationalcoach Sergio Batista.

Die Medien urteilten anders. "Nationales Scheitern", titelte die Sportzeitung Ole. "Adios zum Traum, die Copa in unserem Land zu gewinnen. Selbst Messi konnte uns nicht retten ... Was geschieht jetzt mit dem Projekt von Batista?". Die Zeitung Clarin titelte in ihrer Online-Ausgabe: "Argentiniens Traum starb beim Elfmeterschießen."

Historisch

Für Uruguay kam der Sieg an einem historischen Datum. Vor genau 61 Jahren stieß das kleine südamerikanische Land schon einmal einen Giganten vom Thron, als es am 16. Juli 1950 das WM-Finale in Rios Maracana-Stadion gegen Brasilien gewann.

Jetzt trifft Uruguay am Dienstag im Halbfinalspiel auf Peru. Die Peruaner bezwangen in Cordoba Kolumbien in der Verlängerung mit 2:0 (0:0) und stehen damit erstmals seit 1997 wieder im Viertelfinale. Tragische Figur war Kolumbiens Goalie Luis Martinez, der mit zwei Fehlern die Partie in der Verlängerung maßgeblich beeinflusste. In der 101. Minute führte eine missglückte Faustabwehr zum 0:1 von Carlos Lobaton, in der 111. ein zu lockerer Abschlag zum 0:2 von Juan Vargas.

(KURIER) Erstellt am
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