Sport | Fußball 05.12.2011

Andreas Ivanschitz' Spießrutenlauf

Der damalige Teamkapitän wurde 2007 nach seinem Wechsel zu Salzburg in Hütteldorf mehr als schändlich empfangen.

Noch weiß Manuel Neuer nicht, wie sich die Zuschauer bei seinem ersten Spiel als Bayern-Profi in der Arena AufSchalke verhalten werden.

Dass die Rückkehr eines ehemaligen Fanlieblings als Teamspieler an seiner alte Wirkungsstätte alles andere als harmonisch verlaufen kann, das bekam Andreas Ivanschitz 2007 zu spüren.

"Judaschitz"

Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hat sich Ivanschitz anders vorgestellt.
© Bild: apa

"Mageres Spiel, jämmerliche Fans", titelte der KURIER am 31. Mai, dem Tag nach dem 0:1 gegen Schottland. Mit dem Transparent "Judasschitz - Raus aus Hütteldorf!" war Andreas Ivanschitz 17 Monate (!) nach seinem Wechsel nach Salzburg, mit dem der damalige Teamkapitän Rapid vor finanziellen Problemen bewahrt hatte, im Hanappi-Stadion von der Westtribüne empfangen worden.

Bei jeder Ballberührung wurde gepfiffen und sogar versucht, Ivanschitz daran zu hindern, Corner zu schießen. Die Empörung war groß. Die Rapid-Fans mussten unter dem öffentlichen Druck zurückrudern. Vier Tage später konnte dann immerhin ein Länderspiel gegen Paraguay ohne Beschimpfungen gegen Ivanschitz im Hanappi-Stadion stattfinden.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011