Alle Reaktionen zu den Samstagsspie­len

Die Reaktionen von Akteuren

AUSTRIA - KAPFENBERG

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Die Mannschaft hat sehr guten Fußball gespielt. Wir haben Kapfenberg keine Chance gelassen, wir waren in allen Belangen besser. Wir haben zu Beginn aber etwas zu wenig Nachdruck gezeigt. Das 1:0 war befreiend, dann hat die Mannschaft aufgespielt. Gegen Kapfenberger, die sich in dieser Form sehr selten präsentieren: laufschwach, zweikampfschwach. Das sind eigentlich die Stärken von Kapfenberg, daher sollten wir das nicht überbewerten. Es hätte ein historischer Sieg werden können, denn es waren noch einige Chancen da, aber das will ich nicht bekritteln."

Roland-Linz (Vierfach-Torschütze): "Vier Tore in einem Spiel sind mir im Profibereich noch nie gelungen. Von erster Minute an waren wir die klar bessere Mannschaft. Am Anfang haben uns wir aber ein bisschen schwergetan. Nach den zwei Toren war es sehr leicht. Als Torschützenkönig war es sehr traurig für mich, dass ich zuletzt nicht ins Nationalteam einberufen worden bin. Ich gehe davon aus, dass ich das nächste Mal wieder dabei bin."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Austria hat unsere Fehler gnadenlos ausgenützt. Wir konnten zu Beginn aus der Defensivordnung nicht auf Offensive umschalten. Dann haben wir ums Tor gebettelt. Der Elfer war eine zu harte Entscheidung. Außerdem haben wir eine sehr junge Mannschaft. Wir sind dann nach dem 0:3 ins offene Messer gelaufen.

Raphael Wolf (Kapfenberg-Tormann): Es tut mir leid für Leute, die von uns mitgefahren sind. Ich möchte mich dafür entschuldigen. Da hat hinten und vorne nichts gepasst. Was wir heute geleistet haben, ist inakzeptabel. Da gibt es keine Erklärung dafür. Wir müssen das aufarbeiten und schauen, dass wir aus der Scheiße rauskommen."

STURM - RAPID

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Natürlich war der Sieg für die Mannschaft sehr, sehr wichtig. Wenn man am letzten Tabellenplatz steht und gegen den Ersten spielt, dann ist das nicht so einfach, wie man zu Beginn gesehen hat. Doch die Mannschaft hat sich gesteigert und am Ende verdient gewonnen. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mutiger sind wir geworden. Ich habe Haris Bukva bei seiner Einwechslung gesagt, er soll zielstrebig nach vorne spielen und ein Tor erzielen. Manchmal hören die Spieler eben auf ihren Trainer. Jürgen Säumel hat die ganze Woche über im Training einen sehr, sehr guten Eindruck hinterlassen. Deswegen habe ich mich entschlossen, ihn heute von Beginn an zu bringen. Und so lange es bei ihm mit der Kraft gepasst hat, hat er eine starke Leistung gebracht."

Haris Bukva (Sturm-Torschütze): "Wir waren heute über das gesamte Spiel gesehen die bessere Mannschaft, haben aber glücklich gewonnen. Der erste Sieg ist wichtig, noch wichtiger ist das schwere Spiel am Dienstag. In unserer Situation denken wir jetzt nur von Spiel zu Spiel."

Jürgen Säumel (Sturm-Mittelfeldspieler, der sein Comeback gab): "Ich habe versucht, mich im Urlaub fit zu halten, habe im läuferischen und im Kraftbereich viel gearbeitet, aber das Mannschaftstraining hat mir natürlich gefehlt. Es ist ein tolles Gefühl, wieder zu dieser Mannschaft zu gehören. Ich habe ja ein schlechtes Jahr mit vielen Verletzungen und wenig Einsätzen hinter mir. Es war für mich überraschend, dass ich gleich von Beginn gespielt habe, aber es zeichnet Franco Foda bekanntlich aus, dass er unberechenbar ist. Ich bin froh, dass der Haris das Tor gemacht hat, das war ganz wichtig für das Selbstvertrauen der gesamten Mannschaft."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer):
"Das war eine vermeidbare Niederlage. Es darf gar nicht so weit kommen, dass in der 92. Minute einer so zum Schuss kommen. Sturm war über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, aber ohne gefährlich zu werden. Wir haben uns leider selbst mit Fehlpässen aus dem Spiel genommen. Es war eigentlich eine klassische 0:0-Partie. Heute waren wir alle miteinander, speziell in der ersten Hälfte, nicht gut. Das Einzige, was gepasst hat, war die Organisation nach hinten, nach vorne ging gar nichts."

ADMIRA - MATTERSBURG

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Es war ein schlussendlich etwas glücklicher Sieg, aber auch ein verdienter durch den Tausendguldenschuss vom 'Dreschi'. Wir haben gewusst, dass es gegen diese Langen aus Mattersburg, die mit langen Bällen und vor allem mit Standards operieren, sehr schwierig wird. Der Ausschluss von Dibon war eine Fehlentscheidung, weil seinem Foul ein Foul von Bürger, der seinen Körper immer extrem einsetzt, vorangegangen war. Fußball war das heute keiner von Mattersburg. Der frühe Ausschluss und das frühe Tor haben meiner Mannschaft nicht gutgetan, denn da hat sie schon geglaubt, dass sie das Match im Sack hat."

Hans-Peter Berger (Admira-Tormann):
"Wir waren ganz klar die bessere Mannschaft. Die Mattersburger haben ihren eigenen Spielstil, der es einem nicht einfach macht. Das Verrückteste an dieser Partie war, dass Drescher diesen Weitschuss aus 30 Metern reingehaut hat. Ich muss mich bei ihm bedanken, denn das Gegentor geht ganz klar auf meine Kappe, das war ein klassischer Fangfehler."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer):
"Diese Niederlage ist letztendlich bitter. Die Mannschaft war schnell in Unterzahl, ist früh in Rückstand geraten, hat sich aber zurückgekämpft und den Ausgleich geschafft. Und dann ist der Fangschuss aus dem Nichts gekommen. Meine Mannschaft hat es meistens nicht verstanden, in diesem Match ruhigzubleiben, hat zu hektisch agiert, vor allem nach dem 1:1. Nach vier Runden hängt uns die Heimniederlage gegen Wiener Neustadt natürlich nach, aber jetzt haben wir zwei Heimspiele, in denen wir versuchen müssen, möglichst viele Punkte zu holen."

WR. NEUSTADT - WACKER INNSBRUCK

Peter Stöger (Trainer Wr. Neustadt): "Ich bin zufrieden, weil die Mannschaft die Grundelemente gut umgesetzt hat. Sie ist hinten gut gestanden und hat geschickt verteidigt. Nach den letzten Niederlagen war es wichtig, den Anker auszuwerfen. Wenn wir nicht in der Lage sind, Qualität nach vorne zu bringen, werden wir auch keine Tore schießen. Aber ich habe Qualität in der Verteidigung gesehen. Es war kein Leckerbissen, aber für uns sehr wichtig."

Walter Kogler (Trainer Innsbruck): "Wir haben mit zu wenig Nachdruck gespielt. Es war anders als gegen Austria und Salzburg ein Spiel gegen eine extrem defensive Mannschaft, aber es ist uns nicht gelungen, sie auszuspielen. Das war nicht gut von uns. Die Verteidigung war in Ordnung, aber die Offensive war schlecht. Sie hat zu wenig Risiko genommen, daher sind wir kaum zu Chancen gekommen. Wir haben die Chance ausgelassen, voll zu punkten, das Team muss sich mehr zutrauen."

Mehr zum Thema

(apa / mod) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?