Sport | Fußball 11.01.2018

All diese späteren Mega-Stars ließ Inter gehen

Am Montag wurde Philippe Coutinho vom FC Barcelona vorgestellt. Vor der obligatorischen Präsentation im Camp Nou war der zweitte… © Bild: REUTERS/ALBERT GEA

Philippe Coutinho ist das jüngste Beispiel, das zeigt, warum die Fans des Mailänder Klubs oft ihren ehemaligen Spielern nachweinen.

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Am Montag wurde Philippe Coutinho vom FC Barcelona vorgestellt. Vor der obligatorischen Präsentation im Camp Nou war der zweitteuerste Transfer der Fußball-Geschichte über die Bühne gegangen.

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Laut übereinstimmenden Medienberichten ließ sich Barca den Brasilianer zunächst 120 Millionen Euro kosten. Durch diverse Bonuszahlungen könnte die Ablöse noch auf bis zu 160 Millionen Euro steigen. Liverpool heißt der sportliche Verlierer bzw. der finanzielle Gewinner, der den 25-Jährigen ziehen lassen musste.

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2013 sicherte sich der englische Traditionsklub die Dienste des Offensivmannes. Neun Millionen Euro überwies man damals an Inter Mailand, den Klub, der ihn 2008 von Vasco de Gama nach Europa holte. Eine aus der heutigen Sicht lächerliche Summe.

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Allerdings muss man erwähnen, dass Coutinho damals längst kein Superstar war. Ganz im Gegensatz: In Mailand kam er nie über die Rolle eines Ergänzungspielers hinaus, wurde zwischendurch an Espanyol Barcelona verliehen. Am Ende seines Italien-Engagements standen drei Tore in 28 Serie-A-Partien zu Buche. 

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Mit Roberto Carlos begann ein anderer brasilianischer Ausnahme-Kicker seine europäische Karriere bei Inter. Nach nur einer Saison ließen die Mailänder den damals 23-jährigen Carlos zu Real Madrid ziehen. 

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Der Rest der Geschichte ist bekannt: Mit den Königlichen wurde der Linksverteidiger drei Mal Champions-League-Sieger, zwei Mal gewann er den Weltpokal und vier Mal die spanische Meisterschaft.

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28 Millionen Euro. Für so viel Geld holt ManCity heutzutage einen weitesgehend unbekannten zweitklassigen Verteidiger. Doch, 1997 war's die Rekordablöse für einen Fußballprofi. Ronaldo Luis Nazario De Lima, besser bekannt als nur Ronaldo, wechselte vom FC Barcelona zu Inter Mailand.

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Als Weltfußballer kam er nach Mailand, wo er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Nach der schweren Knieverletzung im November 1999 und der darauffolgenden 17 Monate langen Rehabilitation glaubte man in Mailand nicht mehr daran, dass er zu alter Stärke zurückfinden könnte.

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Also verkaufte man "Il fenomeno" im Jahr 2002 für 45 Millionen Euro an Real Madrid. Im selben Jahr schoss Ronaldo Brasilien zum WM-Titel und wurde erneut zum Welt- und zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Da staunte Inter nicht schlecht.

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1999 verpflichtete Inter von Real Madrid einen gewissen Clarence Seedorf. 24,5 Millionen Euro ließen sich die Nerazzurri die Dienste eines der damals besten Mittelfeldspieler der Welt kosten. Bei Inter kam der Niederländer nicht so gut wie erhofft zurecht. 

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Zweieinhalb Jahre und 64 Pflichtspiele (8 Tore) später wechselte der Regisseur im Tausch für Francesco Coco zum AC Milan. Bei Inter war ihm kein Titel vergönnt. Gleich in seinem ersten Jahr beim Stadtrivalen gewann er die Champions League, in den Jahren darauf wiederholte er mit dem AC das Kunststück und holte u.a. zwei Meistertitel.

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Ach ja, Francesco Coco, der Mann den die Nerazzuri im Tausch für Seedorf bekam, sollte in den kommenden fünf Jahren zwei Mal verliehen werden und insgesamt 42 Partien für Inter bestreiten.

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Wir schreiben das Jahr 1993. Aus der berühmten Ajax-Schule kam ein anderer Niederländer zu Inter. Dennis Bergkamp war schon 24 als er sich auf seine erste Auslandsstation traute. Etwa weniger als 10 Millionen Euro war sein Transfer damals wert.

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Zwei Saisonen später kaufte Arsenal den Stürmer um etwas mehr als 11 Millionen Euro. In London war Bergkamp so gut, dass sie ihm ein Denkmal bauten. In Mailand hat er übrigens keines.

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1998 kam Andrea Pirlo als 22-Jähriger von Brescia zu Inter. Dort wurde sein Potenzial nicht erkannt, also schickte man ihn per Leihe zu Reggina bzw. abermals nach Brescia. 2001 endete das "Missverständnis" mit dem Transfer zum Lokalrivalen AC.

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18 Millionen zahlten die Rossoneri für den Mann, der sich dort den Ruf des stillen Star-Regisseurs im Mittelfeld erarbeiten sollte. Mit dem AC wurde Pirlo zweifacher CL-Sieger. 2006 wurde er mit Italien Weltmeister.

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Inter ließ auch Leonardo Bonucci gehen und beging damit einen großen Fehler. Der heute 30-Jährige spielte bereits in der Jugend für die Mailänder, anschließend ging er zwei Mal auf Leihbasis zu Treviso bzw. Pisa.

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2009 gab man Bonucci für eine Ablöse von 4 Millionen Euro an den FC Genua ab. Über Zwischenstation Bari landete Bonucci 2010 bei Juventus, wo er zu einem der besten Innenverteidiger weltweit reifte. Im vergangenen Jahr wechselte er für stattliche 42 Millionen Euro zum AC Milan.

( kurier.at , mod ) Erstellt am 11.01.2018