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Sport Fußball
09/13/2012

Alaba: "Wir können stolz auf uns sein"

Der verletzte Bayern-Spieler litt auf der Tribüne, "weil es gegen die Deutschen immer wieder dasselbe ist".

von Andreas Heidenreich

Österreichs individuell wahrscheinlich bester Spieler musste am Dienstag gegen die Deutschen wegen eines Ermüdungsbruchs im Mittelfußknochen von der Tribüne aus zusehen, wie das Team gegen Deutschland 1:2 verloren hat. Am Mittwoch war David Alaba schon wieder in München, um bei den Bayern für sein Comeback zu schwitzen.

KURIER: Herr Alaba, wie war es für Sie, das Spiel von der Tribüne aus zu erleben?
David Alaba: Nicht so schön, weil ich natürlich spielen und der Mannschaft auch helfen will.

Wie beurteilen Sie das Spiel am Tag danach?

Es war ein sehr gutes Spiel von uns, wir können stolz auf uns sein. Trotzdem ist die Enttäuschung sehr groß, weil es gegen die Deutschen immer wieder dasselbe ist. Aber wir müssen nach vorne schauen. Die WM-Qualifikation hat ja erst begonnen. Wenn wir den eingeschlagenen Weg so weitergehen, sieht das gut aus.

Woran hat es letztendlich gefehlt?
In erster Linie an der Chancenauswertung. Natürlich könnten wir da das eine oder andere Mal noch ruhiger am Ball sein. Das ist leicht gesagt von der Tribüne aus. Aber in der Praxis oft schwer, wenn man den Ball erobert und es dann sehr schnell nach vorne geht.

Was hat Ihnen gut gefallen?
Dass wir die Deutschen überhaupt nicht ins Spiel kommen haben lassen, weil wir immer nah dran waren an ihnen. Es war toll, wie viele Bälle wir im Mittelfeld erobert haben. Da hat man auch gesehen, dass der Trainer die Mannschaft sehr gut eingestellt hat.

Ihr Fazit?
Wir haben wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht, dürfen jetzt aber nicht verrückt werden. Das nächste Spiel beginnt wieder bei null, und wir müssen auch gegen Kasachstan so diszipliniert spielen wie gegen Deutschland.

Wie geht es Ihnen nach Ihrem Ermüdungsbruch im Mittelfußknochen?
Schon viel besser. Ich laufe bei den Bayern schon auf einem AlterG-Laufband. Diese Technologie hat einen Anti-Schwerkraft-Effekt. Das heißt, es minimiert beim Laufen mein Körpergewicht, damit die Belastung auf den Fuß noch geringer ist. Spätestens nächste Woche will ich wieder normal laufen.

Werden Sie in einem Monat gegen Kasachstan dabei sein?

Schwer zu sagen. Ich denke schon, dass ich zu diesem Zeitpunkt wieder fit sein werde. Ich weiß aber nicht, ob ich bis dahin auch schon ein Spiel in den Beinen habe. Mein Trainer Jupp Heynckes, Sportchef Matthias Sammer und Teamchef Marcel Koller werden dann entscheiden, was das Beste für mich ist.

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