Bayern's David Alaba of Austria celebrates after scoring the opening goal during the German first division Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and FC Schalke 04 in Munich, Germany, Saturday, Feb. 9, 2013. (AP Photo/Martin Meissner)

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Interview
03/30/2013

Alaba: „Vielleicht versteckt die Mama Eier“

Was David Alaba zu Ostern macht und wie er über Irland und Juventus denkt.

von Andreas Heidenreich

Am Dienstag rettete David Alaba Österreich mit seinem späten Tor in Dublin ein 2:2 und einen wichtigen Punkt in der WM-Qualifikation. Nach Ostern geht es für Österreichs besten Fußballer mit den Bayern in der Champions League weiter. Dazwischen wird nur kurz gefeiert.

KURIER: Vier Punkte aus den zwei Spielen in der WM-Qualifikation. Sind Sie zufrieden?
David Alaba:
Mein Ziel und meine Hoffnung waren natürlich sechs Punkte. Aber wir können zufrieden sein. Vor allem, wenn man den Spielverlauf in der zweiten Partie in Irland bedenkt. Mein Tor in letzter Minute und der Punkt, da war schon auch ein bisserl Glück dabei.

Wie beurteilen Sie Ihre eigenen Leistungen?
Gegen die Färöer war’s schon okay, in Irland auch. Obwohl es für mich als Mittelfeldspieler nicht einfach war. Wenn die Iren so viele hohe Bälle über mich drüberschießen, ist es schwer, ins Spiel zu finden.

Fällt Ihnen die Umstellung schwer, wenn Sie bei den Bayern immer links hinten spielen?
Sicher wär’s besser und leichter, wenn ich Woche für Woche im zentralen Mittelfeld spielen könnte. Aber der Trainer bereitet mich schon auch gut darauf vor, und daher macht die Umstellung nicht allzu viel aus.

Die Partie in Dublin war vor allem sehr kampfbetont. Wie ist es Ihnen persönlich mit der irischen Härte ergangen?
Wir waren darauf vorbereitet, dass es so sein wird und haben es auch gleich zu spüren bekommen. Auch die Situation mit der Verletzung von Junuzovic, wenn man sieht wie der Gegenspieler da rein geht. Es war sicher eines der härtesten Spiele in meiner Karriere.

Wie schwer war der Ausfall von Junuzovic zu verkraften?
Das hat uns natürlich ein wenig aus dem Konzept gebracht, weil wir auch umstellen mussten. Aber in der zweiten Hälfte haben wir wieder sehr gut ins Spiel gefunden. Da sind die Iren phasenweise gar nicht über die Mittellinie gekommen.

Sie sollen ja auch einen Schlag auf den Mittelfuß bekommen haben, der im Herbst gebrochen war. Haben die Iren die Österreicher mit dieser Härte eingeschüchtert?
Ich glaube nicht. Wir haben schon dagegengehalten. Das mit dem Schlag stimmt, das war in der ersten Halbzeit und zwar genau auf die alte Verletzung. Das hab’ ich dann beim Laufen wieder ein bisserl gespürt. Ich habe aber trotzdem immer weiter versucht, Akzente zu setzen. Zum Glück ist mir dann auch das Tor gelungen.

Welche Akzente setzt denn der Osterhase in der Familie Alaba?
Das wer’ ma sehen. Lange feiern werden wir nicht. Aber meine Eltern und Freunde sind in München. Vielleicht versteckt ja die Mama ein paar Eier.

Schon am Dienstag kommt es in der Champions League zum Duell mit Juventus Turin. Wo und wie haben Sie denn die Auslosung verfolgt?
Im Auto am Fernseher. Das waren schon gemischte Gefühle. Einerseits wissen wir, wie stark Juve ist, andererseits brauchen wir uns vor niemandem zu fürchten.

Kribbelt es schon?
Ob ich fiebere? Na klar. Juventus Turin ist ein großer Klub mit einem großen Namen. Und in der Champions League braucht sowieso niemand Extra-Motivation.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat vor der Länderspielpause gemeint, die Bayern würden „Dreck“ spielen. Hat er recht?
Sicher irgendwo. Aber wir Spieler wissen selber auch, dass wir ein, zwei Spiele hingelegt haben, die nicht optimal waren.

Auch Sie waren an ein, zwei Gegentoren beteiligt.
Stimmt. Ich muss jetzt genauso wieder zulegen wie alle. Und das werden wir gleich gegen Juventus tun.

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